Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde33 (1928) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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33 (1928) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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die von Geramb liebevoll sorgfältig einbegleitete Knafflhandschrift an. Wiefällt Licht von den Bemerkungen des biederen Knaffl über den Trachtenluxusseiner Zeit sogar auf das neuzeitliche Trachtenleben, wobei wir dem Verlagdie wirklichkeitstreue Wiedergabe von vier Guaschebildern des vorzüglichenLederwasch danken. Geramb stellt es klar heraus, wie zu jener Zeit über-haupt» Volkskunde<< sollte das Wort nicht vom erfindungsreichen Knafflselber stammen, der es 1812 und 1813 bereits gebraucht hat? allerortenschon methodisch angebahnt wurde, wobei ihr Patron ErzherzogJohann die besten Köpfe für einen umfassenden Grundplan heranzog.A. Haberlandt.

Lehrproben zur deutschen Volkskunde. Im Auftrage des Verbandesdeutscher Vereine für Volkskunde herausgegeben von John Meier.136 Seiten. Walter de Gruyter& Co., Berlin 1928.

Den Benützern der schon früher von John Meier herausgegebenen> Deutschen Volkskunde«, aber auch den volkskundlich interessierten Mittel-schullehrern überhaupt wird das vorliegende Sammelbuch ein willkommenerWegweiser für den Unterricht in Deutsch und Geschichte sein, und wirmöchten nicht versäumen, die für Mitglieder unseres Vereins gleich demoben erwähnten Band zu ermäßigtem Preise zu beziehende Neuerscheinungihnen angelegentlich zu empfehlen. Behandelt sind: Das Waldhufendorf( Grundbeispiel der planmäßigen Kolonistensiedlung im deutschen Mittelgebirge)Das Bauernhaus in deutschen Landen Pflanzen und Tiernamennachten Fastnacht Ostern im Volksbrauch Saat und Ernteart und Schriftsprache Die deutsche Volkssage in der Volksschuleschöne Lilofee( Behandlung eines Volksliedes).

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A. Haberlandt.

Max Walter: Die Volkskunst im badischen Franken-and e. 127 Seiten mit 53 Abbildungen. C. F. Müller, Karlsruhe in Baden 1927.( Heimatblätter» Vom Bodensee zum Rhein«, Nr. 33.)

Eigentlich dürfte man das von ausgezeichneter Orts- und Stoffkenntnisim ganzen Lande zeugende Heft fast den Vorläufer einer Kunsttopographiemit umfassender landeskundlicher Einführung nennen. Denn in der Tat be-handelt es nicht bloß das Thema der Volkskunst, sondern fast zum über--wiegenden Teil Werdegang und das Bild der Siedlungen des badischenFrankenlandes in ihrem kulturgeschichtlichen Gesamtcharakter. Seite 5-20ringt Verfasser theoretisch wacker mit der Umschreibung des Wesens derVolkskunst. Ihre besondere Eigenart im badischen Frankenlande hätte unsaber vielleicht eher ein Ueberblick über ihre historisch nachweisbaren Er-zeugungsstätten und allenfalls auch Künstlerfamilien näher gebracht, vondenen wir im Text verhältnismäßig wenig erfahren. J. Blau sei da nach wievor allen Landschaftsforschern als mustergiltiges Vorbild empfohlen. Für dieWiedergabe der Holz- und Tonplastiken unter den Andachtsbildern, auchder feiner modellierten Bildstöcke würden wir photographische Wiedergabeder sonst recht ansprechenden, aber doch zu persönlichen Strichzeichnungvorgezogen haben.A. Haberlandt.

Josef Hanika: Hochzeitsbräuche der KremnitzerSprachinsel. Heft 4 der Forschungen der Sudetendeutschen Heimat-kunde, herausgegeben von Erich Gierach, Reichenberg 1927.