Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde33 (1928) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
Volume 
33 (1928) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image
 

79

nicht belegt finden. Begreiflicherweise ist der deutsche Kulturkreis amstärksten ausgeschöpft, doch ist auch auf die Einflüsse von romanischerSeite, die auch auf diesem Gebiete nicht fehlen, geachtet. Wenig verstreten ist der slawische Lebenskreis, der wie überall auch hier recht alteFormen bewahrt.Prof. M. Haberlandt.

0. Schrader: Reallexikon der indogermanischenAltertums kunde. Zweite, vermehrte und umgearbeitete Auflage.Herausgegeben von A. Nehring. 2 Bde. 672+ X S., 59 Taf. u. 61 Abb. imText, 712 S., 113 Taf., 92 Abb. W. de Gruyter u. Co., Berlin 1917-26.Als unentbehrliches Standard- Werk des europäischen Kulturforschers wird bei strengster Auslese O. Schraders Reallexikon stets an ersterStelle stehen müssen, und es ist doppelt zu begrüßen, daß der schon in1. Auflage allgemein gewürdigte Text in der bis auf den Registerteilnunmehr abgeschlossenen 2. Auflage alle Erweiterung und die erforderlichen Zusätze erfahren hat, die ihn wiederum auf der Höhe der Zeitstehen lassen. Indes hat er wie von Schrader selbst noch, so durch denpietätvollen, aber sichtenden Zugriff des neuen Bearbeiters A. Nehringnoch ein Mehreres gewonnen: straffere Gliederung, die nicht nur dieUebersicht über die oft recht stattlichen Artikel erleichtert, sondern auchdie Problemstellung und die gefundene Antwort zu einer klarer durchdachten hat werden lassen als noch in der Erstauflage. Besonders in Ar-tikeln wie etwa Erbschaft, Familie, Heirat ist der Gewinn ein beträcht-licher. Neu sind auch die Artikel über Völkerschaften, die sehr ersprieẞ-liche kritische Einführung in dieses so wenig übersichtliche Arbeitsgebietvermitteln. Mit den Bildern wie auch textlich wird sehr ausgiebig volks-kundlicher Stoff zur Aufhellung der alten Zustände herangezogen, dieohne ihn manchmal nur in blassen Spuren aufscheinen würden.

Walter Schmidkunz:

A. Haberlandt.

Die Geschichten vom Christus:kind, wie sie die alte Barbara erzählt hat. Verlag Josef Köselund Friedrich Packes. München 1927. Mit Holzschnitten und Buchschmuckstit.von Rudolf Wirth.

Der Gedanke, die evangelischen Berichte von der Geburt und Kind-heit Jesu, sowie die lieblichen Marienlegenden in volkstümlich- älplerlischerAuffassung und in ihrem herzigen Volkston für kindliche Seelen und Ge-müter vorzutragen, ist schon von Peter Rosegger, Ludwig Thoma und andern Dichtern verwirklicht worden. Walter Schmidkunz hat nun im vorliegenden schönen Buche in reizvollster Einkleidung und edelster volks-tümlicher Sprache diesem Gedanken aufs Neue Erfüllung gegeben. FürLehrer und Schulgemeinden, aber auch für den traulichen Familienkreisist mit diesen lieblichen Geschichten ein erquickender Lesestoff darge:boten, dem nur die ausgebreitetste Wirksamkeit zu wünschen ist.

Sudetendeutsche Zeitschrift für Volkskunde. Herausgegeben von Dr.Gustav Jung bauer. I. Jahrgang, 1. und 2. Heft. Prag 1928. Im Buch-handel durch die J. G. Calvesche Buchhandlung in Prag.

Unter der vielversprechenden Leitung einer auf volkskundlichemGebiete so bewährten Kraft wie Prof. Dr. Gustav Jungbauer erscheint