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der Stadtsiedlung. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß auf diesemwie auf anderen kulturellen Gebieten Stadt und Land miteinander injeglicher Landschaft in einer innigen Wechselwirkung stehen, deren Er:kenntnis allein ihr kulturelles Leben wie ihr äußeres Bild voll verstehenläßt. Der Aufsatz führt auch das einschlägige neuere Schrifttum in guterSichtung an. Rudolf Martiny: ,, Morphologische Siedlungsforschung"bleibt ziemlich befangen in theoretischen wirtschaftsgeographischen und-geschichtlichen Erwägungen. Als zu eng möchte Ref. die Einordnung derdeutschen Bauernhaustypen in nur zwei( oberdeutsche und niederdeutsche)Gruppen bezeichnen. Steht doch die oberdeutsche Gruppe ,, namentlichHaus und Hof der Alpen, in ganz wesentlichen Belangen dem mittel:deutschen Haus( nicht bloß Gehöft!) ganz eigenartig gegenüber und hatdarin ebenso wie der ostdeutsche Laubenhaustypus eine fast ebenso alteund eigenständige Vorgeschichte aufzuweisen wie etwa das niedersächsische Haus. Gute Gedanken finden wir bezüglich des Wegedorfes ent-wickelt, wie Verf. es dem planmäßig angelegten Straßendorf mit regel,mäßigen Gewannen gegenüberstellt. Auch das recht verschiedenartigeBild, das Rodungssiedlungen bieten, verdient Beachtung. FriedrichWalter Beziehungen zwischen Bodenanbau und Siedlungsgeschichte"gewinnt aus der Betriebslehre wertvolle Gesichtspunkte für die Nutzungs-möglichkeit des Bodens sächsischer Landschaften in vorgeschichtlicherZeit. Für die Bronzezeit ergibt sich in der Lommatzer Pflege und derDresdener Elbtalweitung etwa eine Ausdehnung der Besiedlung auf Böden,die kaum anders als mit Weidenutzung beansprucht worden sein können,wobei der Mangel an Siedlungen es sind hier nur Gräberfelder aufge-deckt worden auf eine nur sommerliche- alpweideartige Wirtschaftschließen ließe. Auch der Umfang der geschlossenen alten Slawensiedlungkann auf Grund betriebstechnischer Erwägungen mit ziemlicher Sicherheitfestgelegt werden, ebenso der Gang der Rodungstätigkeit im deutschenKolonisationsgebiet. Wenn man die Flurgrößen und die Lage der Ritter-güter mitberücksichtigt, gewinnt man in die wirtschaftsgeschichtlichenVoraussetzungen der abschnittweise fortschreitenden Siedlungstätigkeitnoch lehrreicheren Einblick. Als irrig muß jedoch die Annahme des Verf.bezeichnet werden, als hätten im Bergland vor Eintreffen der Deutschenkeine slawischen Siedlungen entstehen können, weil der„ slawische Haken-pflug" nicht geeignet war, auf etwa vorhandenen Waldlichtungen denBoden so zu bearbeiten, daß ein Anbau lohnte. Erstlich ist der Hakennicht slawisch, sondern wie got. hôha und der neuzeitliche Siegensche,, Hoch" Pflug lehrt, auf germanischem Boden ebenso alt wie dort und wahrscheinlich schon urgermanisch, und weiters ist dieser dem ukrainischen„ ralo“ völlig gleichende Haken just als Rodungspflug im SiegenerLand wie im Schwarzwald und anderwärts bis ins 19. Jahrhundert in Verwendung geblieben, da er auf Rodland viel leichter zu handhaben ist alsder schwere Scharpflug, worüber man das Urteil eines durchaus erfah-renen Landwirtschaftlers wie R. Braungart vergleiche( der nur ethno-logisch leider fast stets entgleist ist). Walter Frenzel:„ Vorgeschichtliche und neuzeitliche Siedlung in ihren Beziehungen und Bedingtheiten"stellt in lehrreicher Art unter anderm das Problem der Siedlungskonstanz
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