Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde33 (1928) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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33 (1928) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Grammeln( Speckgrieben). Wer solche stiehlt, bekommt Krätzen; erhats dem Pfarrer gestohlen, sie sind ihm picken geblieben( v).

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Gräten wirft das Mädel am heiligen Abend aus dem Tischtuch wemhinauf; schimpft er, so kriegt sie einen schlechten Mann.Wer es tut,hört in Bielitz Hundegebell.( Im Lied graten die Heiraten wie die Fischgraten.)Grau wird das Wasser bei der Wäsche im Traum: Da wird wer krank.Greißler. Wenn wer fragt, was alles kostet, vertreibt er die Kund-schaften. Wenn zuerst eine alte Frau Salz will, hat er Unglück, wennEssig, Glück im Geschäft.

Grieß- koch gegen Abführen;-nocker soll man nicht zählen,sonst werden sie zu Gatsch( Brei).

Grilln, das ham die Hausherrn gern, da hams Glück( Heimchen?).Wenn sie morgens daheim recht laut schreien, hat man Glück. Wenn erhüpft, der Grill, soll man ihm nicht nachsehen. Ein Grillenfänger wird

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Grillen-

bald ein Mörder; hängt man einen auf, kommt Regen. Wenn sie schreien,wirds schön( v); wenn sie momentan aufhören, gibts Gewitter.kitzeln mit Zigarettenrauch; mit Grillengras( Schafgarbe)( v).

Wenn

Großmutter will ins Schachtgrab, da hat sie Unterhaltung.sie das Kind verhätschelt und es grat't( gerät) ihr nach, wird es auch so alt.Wenn sie ihr Enkelkind gern hat, holt sie sichs.

Größte Glück: Karo Sieben!( Carreau).

Grüberl zwei im Mädelgesicht: Man hat Buben gern; man bekommtKinder. Ein Kind, das vorm Haus ein Grüberl gräbt, macht ein Grab.Die Grube beim Wettrennspiel bedeutet Tod; es geht meistens in Erfüllung.Grüfte waren früher beisammen, daß die Familien wieder verwandt

werden.

Grün abführende Säuglinge kriegen Zähne( v).

Grund. Kommt man mit einem Mühlstein an den Grund der Donau,so kann im Wasser nichts geschehen bis dahin, wo die Herzen der ertrunkenenMenschen sind.

Gründonnerstag soll man Spinat essen( A); überhaupt lauter Grünes( v).Grüßen soll man die Elster; den Rappligen lassen die Narren grüßen.Gugerschecken kriegen Kinder unter einem Jahr, wenn man sie an-regnen läßt. Wer sie kriegt( die Sommersprossen), hat den Kuckuck aus-gespottet( v); da muß man sie ein Jahr haben, dann scheppert man mit Geld,da sind sie fort und Geld bleibt.

Guglhupf und Brot und Salz wird zu Ostern geweiht für das Vieh.Bei der Hochzeit bäckt man in Luhatschowitsch( Mähren)( Geld oder) Erbsenhinein; wer sie erwischt, heiratet bald. Bei Wien ist das GugelhupfreißenBrauch; welcher Brautteil einen größern Teil erreißt, wird Herr im Haus; derGuglhupf wird meist eingeschnitten, daß die Frau das größere Stück erhält.Gulden( die alte Silbermünze) noch im Schwang zum Augen-zudrücken( v).

Gurken. Von den ersten reibt man die Schale kräftig auf die Warzenund ein Fremder vergräbt die Resteln an einem unbekannten Orte; sie ver-schwinden, wenn man aber zufällig dem Orte nahekommt, kriegt man siewieder Die Schalen wirft man ums Bett gegen die Schwaben( Küchenschabe).

H

Haare ziehen an, drum näht man in den Hut oder den Rocksaumeigene Haare, besonders ins Brautkleid, dann bleibt er treu( a). Dieses Ein-nähen führt zu baldiger Heirat; Glück( v). Ausgefallene in den Ofen, sonstgehn die andern aus( a). Nimmts der Vogel zum Bau: Soviel Junge erhat, soviel Kinder kriegt die Frau( Tulln). Liegt es am Boden, kriegtKopfweh, wer draufsteigt. Fallen ausgekämmte Haare auf einen Jüngling,