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Glaserer( Libelle) schneidet mit den Flügeln: sie schwirrt. Eingroßer Glaserer schneidet einen in die Finger, wenn man einen Stein insWasser wirft.
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Glatze kriegt, wer weggeworfene Haare aufhebt. Haare wachsendurch Honig und Hühnerdrek; durch Zwiefel( Zwieblauch); durch Draufspucken,wenn der nichts weiß.
Gleiches Wort sagen zwei zugleich: Da kommen heut noch zweiVerliebte zusammen!«( a); da stirbt ein Jud( v); wieder eine Klosterköchinaus der Höll erlöst. Das gleiche Wort sagen und nicht den kleinen Fingereinhakeln: Da stirbt wer!
Glocken klingen von selbst, da hat der Pfarrer eine Sünde begangen;dreimal die Hausglocke: Hausbesorgers Mutter ist tot. Spielglocken sindSterbeglocken; wo Kinder mit Glocken spielen, kommt der Tod ins Haus v).—Beim ersten Geläut neuer Glocken geht Gedachtes(= Gewünschtes) inErfüllung. Wenn am Karsamstag die Glocken von Rom zurückkommen,muß man mit dem Geld scheppern. Glockenöl nehmen die Schwer-hörigen.( Vater verkaufte viel als Unterlehrer; er ölte stark.)
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Glück soll man nicht verschreien; das Unglück kommt sowieso. Schimmel,zerbrochene Fensterscheibe, eine alte Schwiegermutter und eine Postkutschesehen. Wenn Einer auf einem Schweindel verkehrt reitet. Man hats,wenn man in ein Fleckel Strohhalme( Heu??) einnäht.- Glücksort--wenn mitten im Laubwald drei Föhren stehen. Glücksklee( vierblättrig)im Gartengeschirr; wenn der eingeht, lebt man nimmer lang( v). Glücks-tage 2. und 29 Jänner und 9. März. Glücksmäuse sind dieweißen( A); deswegen sind sie gut zum Planetenziehen. Glückwunsch.Die Glück wünschen, wünschen für sich ein Glück( vergl. Niesen)..- Glücks-zahlen sind( 3), 7 und 9( v).
Glut springt aus dem Ofen: Ein seltsamer Gast kommt( a). Wenn vielaus der Asche kommt, brennt das Haus ab.- Sieht man abends lang heinein,kommt eine Hexe heraus. Bei Mistelbach( N.-Oe.) lassen sie die Glut überNacht fürn Tod; der wollte sich wärmen, da ist die Dirn, die das Feuer hatausgehen lassen, gestorben.
Gogerlfraß, eine Form der Hühnerfraisen, bei der sie kleine Eier,Gågerln, legen. Vielleicht Volksetymologie zu» gågern<, sich hin und herbewegen, vergl. geigeln.
Goldene Umhängsel und Ohrringel sind gut für die Augen.Goldfische bedeuten Unglück( Traum?).
Gottesgnadenkraut( Gratiola off. L.). Vom obern abbeißen, gehtsoben hinaus( Speien), von unten kiefeln, gehts unten durch( Abweichen).
Grab: Sitzt ein Tier drauf, ists der Teufel.
In Rußland essen sieEine Frau bringt dem
auf den Gräbern, daß die Toten bei Gott bitten.verstorbenen Mann Schnitzl aufs Grab. Wenns ins offene Grab regnet,stirbt wer; da dreht sich der Tote im Grabe um. Legt man was aufsGrab, hat der Tote keine Ruhe. Wenn die Kinder im Spiel einen Grab-hügel machen, kommt der Tod in die Familie.Ein Bursch sagt frevelnd,er wolle sich im Grab umdrehen; der Strick reißt und der Sarg steht aufdem Kopf und fällt um.
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Graben. Gräbt der Hund vor der Türe, kommt bestimmt der Toddes Herrn( v).
Grabhügel wird vom Totengräber schief gemacht, dadurch tritt manauf den Toten, tritt ihn immer tiefer und sich selbst auch.
Grabspiel.» Aus dem Grab des Herodes«( jetzt» Tutamkhamen<<).Unterm Tisch wird die Hand, ein Glacéhandschuh, mit nasser Watte gefüllt,weitergegeben, dann die Krone, ein Erdapfel, mit Nadeln gespickt, endlichdas Hirn, ein weicher Teig.( Meist spielens Burschen und ihre Mädchen,)
Gräfin von Heilbrunn in Mähren wurde vom Teufel durch ein großesLoch entführt.