Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde32 (1927) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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32 (1927) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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bringt Unglück; rindhohl wirds auch. Wenn Salz und Brot auf dem Tischbleibt, wachsen die Schwaben.( Blatta orientalis.)- Stechen in dieMitte, da sticht man ins Herz Jesu( A); eine Frau ersticht so den Gatten;man sticht dem Geliebten das Herz durch( Steinamanger); man zersticht denLeib Gottes( ähnlich A): man sticht Maria( Christus) in den Rücken.- Esstreitet wer, wenn Brot und Salz auf dem Tisch bleibt wenn, kein Kreuzdrauf gemacht wird. Beim Tempelhupfen heißt das gestoßeneSteinchen» Brot«; das Tragen beim Herumgehen um den Tempel heißt:> Essentragen«. Im Traum und als Los( Sympathiehäferl) bedeutetsUnglück. Bleibt Brot und Salz auf dem Tisch, kommt nachts die Trud;Mutter hats erzählt: Eine schwarze Frau ist oben gehockt.<< Wer dasBrot ungleich schneidet, kann nicht heiraten; kann sein Leben nichtfristen. Verkehrt liegen, sitzt der Teufel drauf; die Wirtschaft gehtzurück, Not, große Not, Hungersnot; die armen Seelen leiden; es stirbt wer;in Mährisch- Schönberg: Druckt dem Pferd die Wampen ein; Verdruß( v);es schimmelt; geht schnell aus; so lange muß die heil. Maria knien; es gibtwenig zu essen; man wird arm; die Mutter stirbt; man zerdrückt Jesu Herz;es entsteht eine Rauferei. Wegwerfen( s. o. Bettler) ist eine Sünde,da hat man ein Kreuz( Jammer, Not). Brotbrösel sammelt der Judam Eck die ganze Woche, am Schabbes tragt ers in die Donau, das sind dieSünden( ähnlich v).- Wenn der Jude Brot bekommt, schneidet er einStück ab und verbrennts; das sind die Sünden. Wenn ein Brotstück zurTür schaut, kommt eine schlechte Ernte( Sebarn). Ein angebissenes darfman nicht herschenken, sonst wird man bissig auf ihn( den Anbeisser)Brücke. Wenn Stroh oder Heu drauf: Radbruch.- Geht oben einEisenbahnzug drüber, wird ein Wunsch erfüllt. In Retz kriegte Einer eineHacke in den Fuß; nächstes Jahr war sie weg.( Wilde Jagd?)

Brunnen. In ihm sieht das Mädel zu Silvester den Bräutigam.-In Wöllersdorf steigt der Bursch in einen ausgetrockneten Brunnen und sagt:» Erscheine du Holde!«( Da sieht er seine Braut.) In Leobersdorfwerfens Frösch' hinein, daß das Wasser rein wird; ein Brunnen, in demkeine Kröten sind, hat schlechtes Wasser( v). Ein weißes Mädchen hatwer drinn gesehen. Ein großes grünes Vieh liegt drin, mit einem langenSchwanz, wie ein Krokodil. Was Weißes war und Töne wie eine Flöte.Das Wallfahrtsbrünndl hilft für wehe Augen.( v).

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Brustbein vom Geflügel. Wer das größere Stück an sich reißt, derkann sich was denken( wünschen), es geht aus( gut)( v). Brustkrank:Das Blut zersetzt sich zu Wasser; gegen Blutspucken Stärke oder Salzwasser;eine Katze auf die Brust legen. Brustweh: Eine Hacke unterm Arm,

da kann sich die Trud nicht auf die Brust setzen.

Brütet eine Henne und man schlägt mit einer Hacke um, sind dieKüchlein erschlagen.

Bub. Viel Nüss', viel Buben.( Haselnüsse)( v).

Buch, in dem Alles steht: Im Jahre zweitausend geht die Weltunter, nur soviel werden gerettet, als unter ein Tuch gehen. Zum Lernengibt man eins unterm Kopfpolster oder setzt sich drauf.

Buchbefragung. Gebetbuch und hohler Schlüssel, Schnürl durch,fragen; dreht sich das Buch nach rechts, ists ja; das ist wahr( v); vergl.Reiterl.

Buckel beißt: Regen und Schnee kommt. Im Hof war ein Gespenstmit cinem Buckel.- Buckligen begegnen: Glück; zwischen ihnen durch-gehen und sie berühren: Unglück.

Bunt gekleidete Kinder können nicht verschrieen werden.

Bursch oder Mädel, die unterm Mistelzweig stehn, werdennächstens heiraten. Oberösterreich.( Niederösterreich Söhns, S. 68: Ver-mummter küẞt als Silvester jeden, der im Wirtshaus am 31. Dezember unterden Mistelkranz tritt. Trotz der in- Kro. Pflanzenn. 258 aus dem