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Sammlungen die Ernte langjähriger elementarer Beschäftigung mit jedemkleinsten Besitzstück des Volkes ein. Der volkstümliche Besitz Upplands alseines Sammelbeckens für den Kulturverkehr in allen vier Hauptrichtungen,die Land und Meer ihm vorzeichnen, gewährt dabei grundsätzliche Ausblickeauf die Kulturgeographie Schwedens überhaupt. Die Uebersicht faßt die fürdie einzelnen Kulturprovinzen herausgearbeiteten Elemente zusammen, dochsind auch die Abschnitte über die Möbel, Spinnrocken, Gefäßtypen hiefürvon grundsätzlicher Bedeutung. Wertvolle geschichtliche Ausblicke gewährtder Abschnitt über den Holzzierstiel, die Mangelbretter und anderes. AuchTracht und Textilkunst wird in mustergiltigen Abbildungen vorgeführt undtextlich mit jener Knappheit erläutert, die auch der vergleichenden Sach-forschung außerhalb lokalpatriotischen Geheges sicheren Gewinn bedeutet.A. Haberlandt.
J. Strzygowski: Heidnisches Glossar ::: zum Glossareintrag Heidnisches und Christliches um dasJahr 1000. Der Norden in der bildenden Kunst Westeuropas.Beiträge zur vergleichenden Kunstforschung, herausgegeben vom I. Kunst-historischen Institut der Universität. Bd. IV. 304 S., 356 Abb, 1 Karte, Krystall-Verlag. Wien 1926.
> Wesen und Entwicklung« der bildenden Kunst im Norden Europaswill der vorliegende Sammelband in ihren Grundlinien aufzeigen, soll Ideologiebieten, nicht Denkmalskunde. Es legt für die schöpferischen Kräfte, die derSchule Strzygowski eingepflanzt werden, beredtes Zeugnis ab, daß auch die indiesem Zeichen vorgelegten Arbeiten vom festen Grund der Denkmälerforschungnicht abwegig werden und die Festlegung im Begrifflichen einem Nachwort( über den» Begriff des Nordens von Joh. Schwieger) überlassen. StrzygowskisRichtung in diesem Buch ist einseitig mit vollem Recht, solange einbewährter Kunstkenner wie E. H. Zimmermann in Fortsetzung des RieglschenWerkes zum Problem der durchbrochenen Arbeit am Nydamer Schatzfundetwa in so naiver Art Stellung nimmt, daß sie keinem Doktoranden derArchäologie mehr durchginge Hier wie beim Osebergschiff wirft der bewährteOstforscher, die Grundprobleme überlegen kennzeichnend, das volle GewichtSeiner Autorität in die Wagschale, die seiner Arbeitsrichtung entspricht. Bezüg-lich des Problems des Bandgeflechtes und des Mäanders sehen wir hierbeizugleich der Kunstforschung den Weg angedeutet, sich in das vorgeschichtlicheMaterial und auch in die osteuropäische volkstümliche Textilornamentik( dieReferent mehrfach in ihrer Entwicklung zu kennzeichnen versuchte( vergl.Volkskunst der Balkanländer, Wien 1919) und» Mustertüchlein von Turfan«<<( Mitteil. d. Anthrop. Gesellsch., Wien 1921) systematisch einzuarbeiten, umdem ganzen Komplex von Erscheinungen in ihrem wechselnden funktionellenZusammengehen am altartigen und frühen Denkmälerbestand gerecht zuwerden. Mit ausgezeichneter Sachkenntnis strebt dieser Aufgabe Bruno Brehmfür den Ursprung der Germanischen Tierornamentik« in der Tat nach, wasdem Interpreten einzelner Kulturperioden( La- Tène Zeit!) ebenso lehrreichsein wird, wie er das Musterbeispiel eines Periodenablaufes der Stilbildunghier von grundsätzlichem Standpunkt aus zu studieren in die Lage kommt.
Ganz in den Bereich der Volkskunde zurück führt der Aufsatz Strzygowskis» Spuren des ältesten deutschen Holzbaus« und die Grundprobleme derArchitektonik aufrollende Auseinandersetzung mit dem volkstümlichen Block-