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wachsende Teilnahme weiter Kreise unserer Bevölkerung geben uns auchdas Recht, von den öffentlichen Stellen, die unser Institut und sein gemein-nütziges Werk zu unterstützen berufen sind, erhöhte Förderung und vollesVerständnis füs seine unumgänglichen Lebensbedürfnisse zu fordern. Es istder Vereinsleitung eine angenehme Pflicht, dem aus Vertretern des Bundes,der Stadt Wien, der Handels- nnd Gewerbekammer im Verein mit denVereinsfunktionären zusammengesetzten Museumsausschuß für diewohlwollende Behandlung der Museumsangelegenheiten verbindlichst zudanken, wenngleich nicht verschwiegen werden kann, daß vollauf berechtigteWünsche und Forderungen der Vereinsleitung von Seite des Bundes wie derGemeindeverwaltung bisher noch immer nicht erfüllt worden sind. Ein Haupt-gravamen bildet in dieser Hinsicht die derzeitige gänzlich unzulänglichcStellung des Museumsdirektors Universitäts- ProfessorDr. Arthur Haberlandt, die weder mit der Würde des Vorstandeseines so bedeutenden Bildungsinstitutes vereinbar ist, noch der persönlichenwissenschaftlichen Bedeutung und den hervorragenden Leistungen desMuseumsleiters entsprechend erscheint. Einen so offenbaren Miẞstand undein so offensichtliches Unrecht werden die Vereinsleitung und die großenhinter der Volkskunde stehenden Bevölkerungskreise nicht länger hinnehmenund jedes Mittel in Anwendung bringen, um die wiederholt geforderteRemedur dieses Mißstandes endlich durchzusetzen. Die analogen Bemühungender Vereinsleitung, für die seit drei Jahren am Museum tätige verdienstvolleund hervorragend eingearbeite Bibliothekskraft Frau Dr. A. Perkmanneine bescheidene Vertragsanstellung durchzusetzen, scheinen, wie wir bestimmterwarten, endlich Erfolg zu haben. Dagegen war es bisher nicht möglich-von Seite des Bundes für die übrigen Vereinsangestellten am Museum fürVolkskunde die so sehr wünschenswerte Erhöhung ihrer Bezüge zu erreichen;hier war die Vereinsleitung genötigt, aus eigenen Vereinsmitteln die an-dauernde Bedürftigkeit in bescheidenem Ausmaß zu mildern.
Ebensowenig als von Seite des Bundes wichtigen Wünschen der Museums-leitung genügt werden konnte, hat die Stadtverwaltung als Eigentümerin desMuseumsgebäudes vollberechtigten Vorschlägen der Museumsdirektion bisherErfüllung geboten. Die wichtigste Forderung derselben betrifft die Ermög-lichung einer wenigstens teilweisen Beheizung der Ausstellungs-räume unseres Museums, das bisher das einzige Museum Wiens zu sein ver-urteilt ist, durch sechs Wintermonate seinen zahlreichen Besuchern völligunterkältete und geradezu gesundheitsschädliche Räume anzubieten, ganz zugeschweigen davon, daß die wissenschaftliche und praktische Auswertung derSammlungen unter diesen unleidlichen Umständen im Winterhalbjahr fastgänzlich lahmgelegt ist und nur mit Selbstaufopferung der immerhin noch zahl-reichen Interessenten ausgeübt werden kann. Alle Bestrebungen der Museums-direktion, durch eifrige sachliche Propaganda jeder Art den Besuch des Museumsder Bevölkerung als Bildungspflicht jedes Volksgenossen und Heimatfreundeserscheinen zu lassen, mußten an diesem seit langem als unerträglich empfundenenMiẞstand scheitern. Die Vereinsleitung sieht auch die im Museum auf-bewahrten, im wahren Sinne des Wortes unersetzbaren Volksgüter und boden-ständigen Volkskunstwerke durch diese ungünstigen Witterungseinflüsse undwinterliche Feuchtigkeit von Zerstörung bedroht und fühlt sich der Oeffent-