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gemacht wurde, darf mit besonderer Freude, vor allem von der Lehrerschaft,begrüßt werden, die hier sehr viel gesammelt und erklärt findet, was man sichsonst erst mühsam zusammensuchen muß. Einzelne Kapitelüberschriften lauten:Wie der Bauer sein Vieh kuriert, Volkstümliche Tier-und Pflanzennamen, Volksheilpflanzen, Im WaldviertlerBauerngärtchen, Vom Flachs( behandelt die Vorgänge und Bräuchebeim Flachsbau bis zu seiner Verwertung in der Industrie), Von Pilzenund ihren Namen u. ä. m. Hervorgehoben seien noch die ausführlichenAnmerkungen der zweiten Buchhälfte, die wissenschaftliche Erläuterungensowie Literaturbelege bringen. Ein Literaturverzeichnis zu Beginn und Sach-verzeichnis am Schluß erleichtert die Benützung des Büchleins, das gewissen-hafte Arbeit mit angenehmer Darstellung zu vereinen weiß.
Dr. Ad. Perkmann.
,, Juchheissa Juchhei!" Lieder für die Jugend, herausgegebenvon Hans Enders und Gustav Moissl unter Mitwirkung von Dr. Kurt Rotter.( In Verbindung mit Karl Liebleitner, Heinrich Martinek, Rudolf Beiß undRaimund Zoder.) Buchschmuck von Erich Schulz. Wien. Deutscher Verlagfür Jugend und Volk. 1925.
In reizender Groß und Klein erfreuender Aufmachung wird hier einesorgfältig ausgewählte, zumeist aus dem Volksgutschatz geholte Reihe ansprechendster Kinderliedchen dargeboten. Sitte und Brauch des häuslichenLebens, das Kinderspiel der verschiedenen Jahreszeiten, alles, was sich inNatur und Wirtschaft dem fröhlichen Kindersinn darbietet, findet sich hier involkstümlichen Liedweisen eingefangen; und diese Liedchen werden allelebendig, denn sie sind vielfach die Seele und der Kern eines spielerischenZeremoniells, mit welchem die Kinderschar herkömmlicherweise es meist sehrgenau nimmt. Die Namen der verdienten Schulmänner, die sich zur Heraus-gabe dieses reizenden Liederbuches zusammengetan haben, bürgen alleinschon für seine fehlerlose Trefflichkeit. Auch das Auge findet in dem reichenund lieblichen Bilderschmuck des Werkes Genuß und Befriedigung.
Prof. Dr. M. Haberlandt.
Wiener Kindersprache.
Sammelaufruf.
Während in der Schweiz und in Schwaben, in Preußen, Schlesien undam Rhein über Spielsprache und Brauch des Kindes größere Sammlungenvorliegen, ist Wien über kleine Anfänge nicht hinausgekommen, obwohl dieWiener Kinder an Sprachgewalt und Erfindungsgabe vor keiner Kindergruppe
zurückstehen.
Wer hilft? Wer ist bereit, über die Spiele seiner Jugendzeit oderder heutigen Wiener Kinder Auskunft zu geben? Auch einzelne Ausdrückekönnen wertvolle Zusammenhänge erschließen!
( Wer hat zum Beispiel schon gehört, daß in Wien das Fangsteinchenspiel» Steinerwerfen, die Steine» Spielwerk«<, das Fangen» Rösseln oder» Schöpfen heißt? Wer kennt Spielnamen wie» Beutelschneiden«,» Fleckerlaufsetzen«,» Desn«,» jumpfer«,» Spirifankerln« und» Spiritustreib'n«?)