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Literatur der Volkskunde.
( Die Besprechungen rühren, sofern nicht ein anderer Referent genannt ist,von der Schriftleitung her.)
S. Greiderer: Haus und Hofin Salzburg. Wien 1925. Oester-reichischer Bundesverlag.
Auf Grund vielfältiger eigener Beobachtungen auf Wanderungen imLande sowie der einschlägigen Literatur, in welcher die Namen Josef Eigl,Fr. Zillner, A. Dachler, E. Goldstern vor allen aufscheinen, gibt der verdienteVerfasser ein sehr zutreffendes Bild des volkstümlichen Salzburger Hauses alseines volkskundlich bedeutungsvollen Stückes seiner Heimat. Das Buchwendet sich vor allem an die Lehrerschaft, deren Aufmerksamkeit ja in allen.Stücken auf das Bodenständige gelenkt werden soll. Das Hauptaugenmerkder Darstellung ist auf die Entwicklung des Salzburger Hauses in seinen ver-schiedenen Formen und auf den Zusammenhang mit den wirtschaftlichenVerhältnissen gerichtet. Auch den Zierformen des Bauernhauses ist außerder bautechnischen Seite die verdiente Aufmerksamkeit geschenkt, auch dertypische Hausrat findet Behandlung. Ein reicher Bilderschmuck kommt derAnschauung zu Hilfe.
Erarbeitete
Heimatkunde.
Prof. Josef Heitzenberger:Arbeiten auf dem Gebiete praktischer Heimatkunde. Wien- Leipzig. DeutscherVerlag für Jugend und Volk. 1925.
» Wahre, echte Heimatkunde kann nicht aus Büchern gelernt, Heimat-kunde muß täglich, stündlich erarbeitet werden.< An der Hand vortrefflicherVorarbeiten( namentlich» Der Heimatforscher« von J. Blau) wird hier jedemHeimatfreunde, besonders aber der Lehrerschaft auf dem Lande, cin in alleFächer der Heimatkunde weisender Führer zur Seite gegeben, dessen geistigeEinstellung auch vom volkskundlichen Standpunkt warm zu begrüßen ist.
Franz Kopp: Alpenländische Bauernspiele bei besondererBerücksichtigung der Kraft- und Geschicklichkeitsspiele. Mit einem Geleit-wort von Dr. Karl Gaulhofer. Wien. Deutscher Verlag für Jugend undVolk. 1925,
Die in dem schön ausgestatteten und mit erwünschter Bebilderungbereicherten Büchlein geschilderten Kraft- und Geschicklichkeitsspiele unddie angeschlossenen Scherzspiele der bäuerlichen Bevölkerung unserer Alpen-länder sind gewiß ein sehr erhaltenswertes Volksgut. Auf Grund der Dar-stellungen von K. Mautner, Karl Adrian, R. Weissenhofer, W. Tschinkel u. a.hat der Herausgeber des Büchleins über hundert solcher Spiele, wie sie inentlegenen Bergwinkeln der Alpen zur harmlosen Unterhaltung einfacherMenschen dienen oder einst gedient haben, getreulich aufgezeichnet. Sicherläßt sich vieles davon im Sinne gesunder Turnerneuerung verwenden.
Bauernmusi Oesterreichische Volksmusik. 2. Teil. Herausgegebenvon Raimund Zoder und Rudolf Preiß. Verlag Friedrich Hofmeister,Leipzig.
Der im Jahre 1919 erschienene erste Teil dieser Sammlung wurdeseinerzeit in weiten Kreisen freudig aufgenommen; es ist zu erwarten, daßauch die vorliegende Fortsetzung, welche 50 Volksmelodien vor der Vergessen-