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werden, leidet aber an einer gewissen kartographischen Unzulänglichkeit,die nicht selten des Korrektivs des Textes bedarf. Für nord- und süd-slawisches Gebiet- das uns hier allerdings nicht näher beschäftigt mußsie als unvollständig und teilweise überholt angesehen werden. Sehr ver-dienstlich, aber schwer benützbar war bisher die von C. Jecklin nachJ. Hunzikers nachgelassenem Material entworfene Hausformenkarte derSchweiz. Sie entbehrt jeder Veranschaulichung der darauf genannten undabgegrenzten Typen durch Grundrisse und dergleichen, ja sogar des ein-fachsten hydrographischen Netzes und setzt so eigentlich das Nachlesen desHunzikerschen Textes unumgänglich voraus. H. Schwabs entwicklungs-theoretischer Auszug aus diesem umfangreichen Werk bot sich dem Ver-fasser in dieser Hinsicht als höchst dankenswerte Vorarbeit für die Er-gänzung der Karte dar.3 Hauptsächlich auf Grund dieser Darstellungenist die nachstehende Karte erwachsen, die außerdem V. Gerambs undH. Wopfners Arbeiten sowie eigene Erkenntnisse in einer Gesamtüber-sicht verarbeitet. Sie will sämtlichen Landschaftstypen in knappster Ueber-sichtlichkeit unter gleichartigen Gesichtspunkten gerecht werden, um sozu den ihnen zugrunde liegenden Haupt- und Grundformen vorzudringen.Die Signaturen sind in gruppenweiser Zusammenfassung nach Möglichkeitdiesen Gesichtspunkten untergeordnet worden. Verzeichnet sind dieWesenszüge der Bauart, Innengliederung und Gehöfteformin ihrem charakteristischen Zusammentrefen zu landschaftlichen Typen.Die Legende nimmt auch auf Bindungen zum Volkstum und zurUmwelt Bezug.( S. auch Anm. 15.)
Wenn sich hiebei nicht weniger als 33 Landschaftstypen als ab-grenzbar erweisen, so lehrt dies, wie vielseitig die Beziehungen dieserWesenszüge zueinander sein können. Die nachfolgenden Bemerkungen mögendie Darstellung noch weiterhin erläutern und ergänzen.
A. Bauart.
Als alte Haupt- und Grundformen im volkstümlichen Bau-wesen auf deutschem Volksgebiet dürfen vermutlich die nach-stehenden angesehen werden.
1. Säulenhäuser. Es hat viel für sich, daß alle dieseHäuser mit dem vorgeschichtlichen Typus der eingetieften Dach-hütten in Zusammenhang stehen, wobei das Dachgespärre durchtragende Säulen unterstützt, die Wandung als nichttragender Teilaber lediglich aufgefüllt wurde.
Das niedersächsische( 1) und das» keltoromanische«(» Jura-«)Haus der Schweiz- und Frankreichs( 16) gehören einem Typusmit zwei Säulenreihen an, beim Jurahaus sind es ihrer auch mehr.Heute schiebt sich zwischen die beiden Verbreitungsgebietevon allen typologischen Unterschieden abgesehen ein breiterGürtel andersartiger Fach-, beziehungsweise Ständerwerkhäusermit Gehöftebildung; es scheint aber mindestens in älterer Zeitmit Säulenbauten auf gallischem Gebiet( Bibracte und rheinischeSaalbauten) der Abstand überbrückbar zu sein. Die Ständerbauten