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( öde), Esterhammer, Esternberg( Österlehen, öster östlich mit Umlaut wienörder nördlich, tirolisch neader, Neder, Nordseite, Schattenseite, der Umlautin Österreich ist durch-richi veranlaßt, alt östarrichi; vergl. ohne UmlautOsterberg, Osternach).
Das Bairische hat früh den Wandel der alten i und ü zu ai und audurchgeführt, es hat ihn mit einem großen Teil des hochdeutschen Sprach-gebietes gemeinsam. Das angrenzende alemannische Vorarlberg hat noch diealten Laute bewahrt, zit, hus, hüser Zeit, Haus, Häuser. Die alten Diphthongeie, uo, üe sind nach oberdeutscher Art erhalten( lieb, guot, güete). Das Neu-hochdeutsche schreibt für fast alle langen i das ie, an der Hand unsererMundart können wir angeben, ob in einem Wort der Diphthong ie oder derVokal i vorliegt, zum Beispiel lieb, biegen gegen Sieb, liegen. Die Oberpfalzund Westböhmen hat für diese Diphthonge die umgekehrten Vertretungenei( das ist e- i, nicht ai) und ou, leib lieb, geidig gütig, goud gut, es ist diesdas Hauptkennzeichen für die nördliche bairische Mundart. Bei uo, üe hat dasNeuhochdeutsche die einfachen Zeichen u, ü, gut, gütig( alt guot, güetig); inbairischen Namen kommt noch die alte Schreibung vor, Lueg( alt luog Wild-lager), dann der Familienname Lueger,' dem mit der Betonung des e stattdes u unrecht getan wird, Kuen, Kuenring( beide auch mit dem alten Kh), Ruef,Ruepp, Ruetz, Ruedl, Rueland, Hueber, Hueter, Puelacher( alt buochloch Buchen-wald, Stuefer, Schueler, Khüebach u. a. Dem Mißstande, daß unsere Frakturdie großen und j nicht unterscheidet, verdanken wir die NamenformenJebing, Jeding, Jetzing, Jeging, Jesenwang, deren Je- auf üe- zurückgeht, dasaus uo umgelautet ist, uobing, uoting, uotzing, uoging, uosinwang. Man schriebund druckte das mundartliche ie- als Je( Jebing, Jezing u. s. w.); so istauch das schriftdeutsche je, jetzt, jeder, jemand zustande gekommen( alt ie-),vergl. nie, niemand und das veraltete itzt für jetzt. Der Name Huemer hatdas mundartliche uem für eim( Heim- er).
Der alte Diphthong ai ist im größten Teil des Bairischen zu oa ge-worden, die alte Bezeichnung ai, die seit dem 11. Jahrhundert vorkommt, be-wahren noch Namen, Aich, Aichach, Aigen, Ainet, Aist, Baier, Haid, Mair,Gais, Plaike, Rain, Waidhofen, Waidring( Weidheri-) u. a. Mechanisch ist intirolisch Hairlach ai gesetzt worden, das oa des mundartlichen hoarlach gehtaber auf or zurück( hor- lach kotige Gegend), die Schreibung Horlach kommtin Tirol auch vor. Das Wiener für ai erscheint zum Beispiel in Achau beiLaxenburg( alt Aichau).
Die langen Vokale e, ō und sein Umlaut ō sind im Hochdeutschen im8. Jahrhundert entstanden, das Mittel- und Nordbairische hat sie im allgemeinenerhalten, ö ist mit ē zusammengefallen, für ō kommt auch ou vor, in GebietenOberösterreichs eo( reod rot). Das Südbairische hat aber für ē, ö den Diphthongea, seal Seele, klea Klee, teatn töten, gṇeatig genötig« eilig( wienerischgnedich, man liest» er hats gnädig<).
Eine alte Bildung ist es, wenn in Namen das Eigenschaftswort Umlauthat, Längenfeld, Lengberg, Höhenburg, Hechenberg( hoch), Rettenbach( rot),Gressenberg( groß), Höhlenstein Hellenstein( hohl), Teufenbach, Teufental( tief);zur Zeit als der Umlaut auftrat, wurde bei der Ortsbezeichnung die Formlanginfelde, hohin, rotin, grozin, holin, tinfin gebraucht und sie konnte dauernd