Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde29 (1924) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

 
Jahrgang 
29 (1924) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Rechtsgeschichte, die Kunstwissenschaft, die Literaturgeschichte in methodo-logischer Behandlung hervortreten. Eine Reihe spezieller Abhandlungen überliterar- und kunstgeschichtliche Erscheinungen, die zur Volkskunde in näherenBeziehungen stehen, sowie eine kritische Literaturschau( Volkskunde, Religions-geschichte, Rechtsgeschichte und Literaturgeschichte) ergänzen den reichenund anregenden Inhalt des ersten Bandes, welcher der besten Aufnahme inweitesten Kreisen der Volkskundler sicher sein kann. Verlag und Heraus-geber sind von einem so ehrlichen Eifer, der Volkskunde zu dienen erfüllt,daß ihrem schönen Unternehmen nur der ausgedehnteste Erfolg gewünschtwerden kann.

Volkskundliche Bibliographie für das Jahr 1920. Im Auftrage desVerbandes Deutscher Vereine für Volkskunde herausgegeben von E. Hoff-mann- Krayer. Berlin und Leipzig 1924.

Dank vielfältiger finanzieller und Arbeitsunterstützung war es demVerband Deutscher Vereine für Volkskunde und dem vielverdienten Heraus-geber Prof. E. Hoffmann- Krayer möglich, trotz der schwierigen wirtschaftlichenLage den Jahrgang 1920 dieser vielbenützten Bibliographie, wenn auch mitstarker Verspätung herauszubringen. Es ist sehr zu begrüßen, daß meinerseinerzeit gegebenen Anregung, den Stoff auf die europäischen und die mitihnen in engerem Kulturzusammenhang stehenden Völker zu beschränken,nunmehr Folge gegeben werden wird. Ebenso ist die Nichtberücksichtigungvon Artikeln aus Tageszeitungen nur neuerlich dringend zu empfehlen. Be-sonders dankenswert ist die stärkere Einbeziehung der slawischen und finni-schen Arbeiten, die namentlich nach der südslawischen Literatur hin nochbedeutend erweitert werden könnte. Als Bearbeiter hiefür würde sich derLektor der Universität Belgrad Prof. Dr. Edmund Schneeweis gewiß bereitProf. Dr. M. Haberlandt.

finden.

Heimatblätter» Vom Bodensee zum Main«, herausgegeben vom Landes-verein Badische Heimat.

Heft 24. Aus gärender Zeit. Tagebuchblätter des HeidelbergerProfessors Karl Philipp Kayser aus den Jahren 1793--1827 mit 10 Abbildungennach zeitgenössischen Bildern von Friedrich Rottmann. Herausgegeben vonFranz Schneider. 1923, 100 Seiten.

Das Tagebuch gibt ein lebensvolles Bild der politischen Lage,Begeisterung für die Freiheit der Revolution, Enttäuschung durch daspolitische System, des Universitäts- und Studentenlebens in H. Tieck,Brentano, Creuzer, Voss etc. gehören zum Bekanntenkreis K., der alsTheologe und klassischer Philologe lebhaftes Interesse an Schulreformfragenhat. Volkskundlich interessant sind die kurzen Schilderungen der AachenerKarfreitagsprozession, der Freiheitsfeste( 22. September, Heinsheimerhöhe),Freiheitsbäume( Ober- Flörsheim), des Eierlesens zu Ostern in Hochsachsen( Bergstraße).

Herausgeber, Eigentümer und Verleger: Verein für Volkskunde in Wien, VIII. Laudongasse 17.-Verantwortlicher Redakteur: Prof. Dr. Michael Haberlandt.- Buchdruckerei Helios, Wien IX.