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tage) zu den Dreiwegen mit dreibeinigen Stühlchen, die aus 13( 12+ 1) ver-schiedenen Holzarten gefertigt sind.1)
Die Stellung des großen Lichterbaumes in der Mitte von vier kleinenBäumen an vier Ecken hat auch ihre Bedeutung. Nach indischer Vor-stellung steht auf dem Weltenberge in der Mitte der Welt ein großer Baum,von dem vier Flüsse nach vier Himmelsrichtungen ausgehen. Die vier Himmels-richtungen werden gleichfalls durch vier Bäume mit besonderen Namen ge-kennzeichnet. Anklänge daran finden sich in der Schilderung des Para-dieses in der Bibel, in den vier Flüssen, die vom Lebensbaume ausgehen.Ähnliche Vorstellungen sind nach Osten und Westen zu verfolgen. Im Westenfinden wir an den germanisch beeinflußten Jupiter- Gigantensäulen,die als eine Art Irminsul einen Weltenbaum darstellen, Bilder von vier Gott-heiten, die den Jahreszeiten oder Weltgegenden vorstehen. Im Osten treffenwir in chinesischer Überlieferung im Lande der Si- wang- mu³) ineinem von 12 Edelsteintürmen umgebenen Garten den Baum des Lebens ausJade, von dem vier Flüsse von besonderer Farbe ausgehen, an welchen Bäumewachsen, die den vier Weltgegenden zugeordnet sind.
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In dem von taoistischen Anschauungen beeinflußten Weltbilde desHuai- nan- tze³)( † 122 v. Chr.) herrscht zunächst die Neunzahl vor. Ererwähnt zwischen Himmel und Erde neun Provinzen, ferner neun Grenzfestenund neun Sümpfe, in der Mitte der Welt eine getürmte, neunstöckige Stadt.In der Mitte derselben gibt es Baumkorn angeblich eine fragliche Getreide-art. Offenbar aber handelt es sich um einen Baum. An dieser Stelle sehenwir deutlich zwei Weltbilder, das nach der Neunzahl geformte und das nachder Vierzahl, besser nach der für China charakteristischen Quinkunx- Stellunggestaltete, durcheinandergehen. Es folgen neun Bäume und neun Brunnen.Die neun Bäume sind nun in höchst seltsamer Weise auf die vier Welt-gegenden verteilt. Vier im Westen, darunter der Unsterblichkeitsbaum, zweiim Osten, einer im Süden, zwei im Norden. Wir erinnern uns dabei an dieneun kleineren um einen größeren zu Pfingsten aufgestellten Bäume im Chru-dimer Kreise.
Ähnliche Vorstellungen treten dann wieder in Mexiko zutage, woder Weltenbaum in der Mitte der Welt steht und an den vier Welteckenvier Bäume besonderer Art, von denen einer, der im Norden befindliche, einmit Dornen besetzter kahler Baum ist. Ich will das Problem, das hier auf-taucht, nur andeuten, es führt geraden Weges in die Lehre von der Aus-gestaltung des Weltbildes.
Nach dem eben Erörterten scheint auch das Muster eines Gem äuersauf der Außenseite des Rahmengestelles des Lichterbaumes nicht ohne Be-deutung zu sein. Es wurde bereits angedeutet, daß der Baum dadurch inner-halb einer schützenden Mauer erscheint. Bei Se- mu- ts'ien, Shiki 28, 37a wirdausdrücklich berichtet, daß die neunzweigige Pflanze innerhalb der Um-mauerung eines Palastes emporwachse. Im Rätsel der Haikâr-Erzählung hieß es, daß der Baum in der Mitte eines von 8760 Steinen
1) Krainz, Sitten, Bräuche und Meinungen des deutschen Volkes inSteiermark. Zf. f. österr. Volkskunde, I, 245.
2) Meyer, Chinese Reeders Manual Act, 330, 572.
3) Ed. Erkes, Das Weltbild des Huai- nan- tze. Ostasiat. Zf. Pd. V, S. 27 ff.