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durch Pilze hervorgerufenen Mißbildung an Kiefern und Fichten, den manzur Abwehr des Blitzes und böser Geister auf das Hausdach setzt. Trotz reindämonologischer Ausprägung ist auch hier noch die Beziehung zur mythischenÜberlieferung durchsichtig. Aus dem Donnerbesen tropft Wasser, das dasAlpdrücken verursacht. In der Umgebung von Potsdam glaubt man, daß mandurch die Traufe vom Donnerbesen einen schlimmen Kopf bekommt. DieElfentraufe verursacht Sommersprossen. In der Vorstellung des> Abwehr-zaubers bewegen wir uns, wenn man meint, daß der Donnerbesen als einAuffangmittel böser Geister, der Maren, einen guten Dienst leiste, die daraufsitzen bleiben und den Menschen verschonen.
In all diesen Meinungen handelt es sich um die Vorstellung eines un-heilvollen Baumes. Nach gemein arischer Vorstellung muß ihm ein guterBaum gegenüberstehen, der durch seine Traufe die Leiden des ersterenaufhebt.) Als Gegenmittel gegen die Sommersprossen wird der Morgentauangegeben, der vom Himmelsbaumefällt.dem heilspendenden Baume
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Auch wenn wir von der mythischen Überlieferung her nicht wüßten,daß Weltenbaum und Lebensquell zusammengehören,so könnten uns schon diese dämonologisch verdunkelten Vorstellungen einehinreichende Erklärung dafür geben, warum der eingangs beschriebene Lichter-baum eine Schale im Gezweige hat und daran eine Kugel, wodurch er ingerade Verbindung mit dem Pinienzapfen- Brunnen dem Brunnen des Lebens
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tritt. Der Kegel mit den 7 aufgestellten kleinen Kegeln als Wasserspeieram Brunnen im Löwenhofe zu Trient ist ja identisch mit der Form und demGedankengehalte des Donnerbesens, der in der Überlieferung als eine Traufe
erscheint.
In diesem Zusammenhange sei auch auf die merkwürdigen Haus-bemalungen in dem ehemaligen Russisch- Polen hingewiesen, wo neun-zweigige Bäume in einem mehr oder weniger stilisierten Gefäße in weißerFarbe auf der dunklen Holzwand des Hauses erscheinen eine reichereund belebtere Form des verkümmerten Donnerbesens am niedersächsischenHause. Die Vase als Behälter des Lebenswassers und der Lebensbaumdarinnen, das sind in der echten Volkskunde unzertrennbare Sinnbilder.
Schließlich sei noch eines Brauches Erwähnung getan, in welchem wirdie Auswirkung der mit bestimmten Zahlen verknüpften Bäume deutlich er-kennen. In Böhmen braucht man in der Christnacht ein Stühlchen ausneunerlei Holz, um die Hägsen zu erkennen.2) In einzelnen Gegendendes steirischen Mittellandes gehen die Leute am Christabend( und an Vor-abenden anderer hohen Feste, wie Ostern, Pfingsten, Allerheiligen, der Frauen-
1) Hiezu der oft auftretende Märchenzug vom Baume, dessen Früchteeine lange Nase wachsen lassen im Gegensatze zu einem in der Nähe befind-lichen zweiten, dessen Früchte den Schönheitsfehler wieder zurückbilden.Grimm KHM Nr. 122 und Anmerkung dazu. Im christlichen Gewande:Paradiesesbaum und Kreuz Christi( Dreisproẞ!).
In der orthodoxen Kirche wird bei der Wasserweihe ein Kreuz ver-wendet, das am oberen Ende eine Vertiefung zur Aufnahme von geweihtemWasser hat.( Verwendung am byzantinischen Kaiserhofe siehe Dieterich, Hof-leben in Byzanz, S. 86.) Durch diesen Zug ist die Beziehung zum Pinienbrunnen-Lichterbaume vertieft.
2) Blau, Holzzeit im Böhmerwalde. Zf. f. österr. Volkskunde, VII, 153.