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FÖR ÖSTERREICHISCHE VOLKSKORTE
Wiener Zeitschrift für Volkskunde.
( Vormals„ Zeitschrift für österreichische Volkskunde".)
Herausgegeben vom Verein für Volkskunde in WienVIII. Laudongasse 17
mit Unterstützung der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft.Geleitet von Prof. Dr. M. Haberlandt.
28. Jahrgang 1923.
Heft 1.
An unsere Mitglieder und Leser!
Nach einjähriger Unterbrechung, peinlich erzwungen durch dieNot der Zeit, lebt die„ Wiener Zeitschrift für Volkskunde“, diedurch 27 Jahrgänge und 14 Ergänzungsbände in allgemein aner-kannter Art für die Volkskunde gewirkt hat, wieder auf. Siewird 1923, aus technischen Gründen in verkleinertem Format, in4-6 Einzelheften vom Umfang je eines Druckbogens erscheinen.Der Preis des Einzelheftes ist im Inlande und Deutschland( fürMitglieder gegen Vorauszahlung) 5000 ö. K., für sonstige aus-ländische Bezieher beträgt der Preis des ganzen Jahrganges5 Schweizer Francs. Wir erhoffen treue Gefolgschaft unserer bis-herigen Abnehmer und erbitten eifrige Werbearbeit für die Zeit-schrift unter allen ihren Lesern. Gerade ein Organ für Volks-kunde kann und darf in heutiger Zeit am allerwenigsten von derÖffentlichkeit im Stiche gelassen werden.
Der Schriftleiter:
Prof. Dr. M. Haberlandt.
Volkstümliches aus Groß- Wien.
Ein Winzerbrauch aus Neustift am Walde.Von Dr. Arthur Haberlandt, Wien.
Es ist charakteristisch für die starke ständische Zerklüftung, von derdie Großstadtbevilkerung ergriffen ist, daß viele Gebildete vom Überlebenalter volkstümlicher bodenständiger Eigenart im Weichbilde von Wien garnichts mehr wissen. Vorbei ist die Zeit, wo Volksschriftsteller wie Schlögl,