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Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für Volkskunde.
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Weitere Mitteilungen.
1. Jahresversammlung.
Am 21. März fand unter dem Vorsitz des Präsidenten Rudolf Abensperg undTraun die diesjährige Hauptversammlung des Vereines für Volkskunde statt. NachErstattung des vorstehend abgedruckten Jahresberichtes und der durch die Rechnungs-prüfer in Ordnung befundenen Kassenberichte schritt die Versammlung zur Vornahme derWahlen in die Vereinsleitung. An Stelle des abtretenden Präsidenten Rudolf Abenspergund Traun wurde der langjährige Generalsekretär und Museumsdirektor Hofrat ProfessorDr. Michael Haberlandt einstimmig zum Präsidenten gewählt. Die Versammlungbereitete dem zurücktretenden Vorsitzenden, der sich um die erfolgreiche Entwicklungdes Vereines und Museums in den sieben Jahren seiner Präsidentschaft die größten Verdiensteerworben hat, eine besonders herzliche und ehrende Dankeskundgebung. Zum Vize-präsidenten wurde der Direktor der Zentralbank der deutschen Sparkassen Herr RobertHammer, zum Generalsekretär Kustos Dr. Artur Haberlandt, zum Sekretär Dr. JosefWeninger, endlich zum Ansschußrat Lebrer Raimund Zoder gewählt. Zum Schlußhielt Fräulein Dr. Eugenie Goldstern, der das Museum für Volkskunde reiche undwissenschaftlich besonders wertvolle Sammlungen aus der Schweiz verdankt, einen außer-ordentlich lehrreichen Vortrag über volkskundliche Bräuche und Geräte aus den KantonenWallis und Graubünden unter Vorlage zahlreicher interessanter Geräte ihrer Sammlung.
2. Subventionen und Spenden.
Außer den bereits in dieser Zeitschrift, XXVI, S. 65, ausgewiesenen Spenden undSubventionen verzeichnen wir mit verbindlichstem Dank die Bewilligung einer Subventionvon K 25.000 durch den Wiener Gemeinderat sowie einer Subvention von K 31.000 durchdas Staatsamt für Unterricht; an Spenden den Betrag von K 5000 durch PräsidentJ. Mautner, je K 2000 durch Herrn Otto Beck, Baron Richard Drasche, KarlAbensperg und Traun sowie die Donau- Dampfschiffahrt- Gesell-schaft; je K 10 000 durch Kommerzialrat Ernst Pollack, einen ungenannt bleibenwollenden Gönner, sowie Präsident B. Wetzler; je K 1000 von der AllgemeinenElektrizitäts- Gesellschaft, Gebrüder Gutmann, Franz Habsburg,E. Colloredo- Mansfeld, Hans Ault in Christiania, Markgraf Pallavicini.Von gründenden und fördernden Mitgliedern liefen die nachfolgenden Beiträge ein: DirektorRobert Hammer K 525, Gouverneur Dr. R. Sieghart K 500, Emmy Medingerund Dr. Ed. Medinger, Ottilie Reininghaus, Stephan Mautner, S. M. Roth-schild, Zentralbank der deutschen Sparkassen je K 100, von HansSobotka K 160, der Wiener Börsekammer K 200.
3. Wiedereröffnung des Museums für Volkskunde.
Am Sonntag den 3. April wurde das Museum, das in den Wintermonaten trotz derUnbeheizbarkeit von zahlreichen Interessenten und Schulen( zirka 50 Klassen) unter bei-gestellter sachkundiger Führung besucht worden war, wieder für den allgemeinenBesuch eröffnet. Es bleibt in der guten Jahreszeit wochentäglich( mit Ausnahmevon Montag und Freitag) von 9 bis 1 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 12 Uhrgeöffnet.( Eintritt K 2.) Für die in Arbeitsgemeinschaften vereinigten Lehrpersonen unddie Besucher der von der Museumsdirektion veranstalteten Lehrerkurse werden fortlaufendFührungsvorträge im Museum an jedem Mittwoch, nachmittags 3 Uhr, veranstaltet.
4. Vermehrung der Sammlungen.
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Nachdem im Eröffnungsjahr des Museums( 1920) die Sammeltätigkeit naturgemäßauf das äußerste eingeschränkt worden war( Zuwachs: 46 Nummern), wurde 1921 die-selbe bei vorkommenden Gelegenheiten entsprechend den sehr bescheidenen zur Ver-fügung stehenden Mitteln wieder aufgenommen. Aus der Liquidationsmasse der Flücht-lingslager wurde dank dem Entgegenkommen des Bundesministeriums für Inneres einegrößere Zahl textiler Volksarbeiten, Kartons mit Ornamentmustern, Glasperlenbändern,Trachtenstücken u. s. w. zu einem sehr ermäßigten Preis übernommen. Fräulein DoktorEugenie Gold stern, welcher das Museum schon aus früheren Jahren den Besitz sehrinteressanter und wertvoller volkskundlicher Kollektionen aus Savoyen und der Schweizverdankt, hat neuerlich in hochsinniger Weise dem Museum eine 274 Nummern um-fassende, von ihr an Ort und Stelle zusammengebrachte Sammlung aus den KantonenWallis und Graubünden als Geschenk übergeben. Weitere Geschenke sind von den HerrenRegierungsrat Dr. H. Schrötter, Felix Pöschl, Stephan Mautner, A. Walcher-Molthein, Robert Schlumberger, Notar Dr. Eugen Frisch auf, Mr. Artur duCane, Prof. Dr. O. Jauker in Graz sowie von Frau Eleonore Malovich mit verbind-lichstem Dank zu verzeichnen.