Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für Volkskunde.
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rischen Kreise Wiens hatte sich zu dem festlichen Akt eingefunden. Es war ein unver-geßlicher Ehrentag für den Gründer und Schöpfer des Museums Prof. Dr. M. Haberlandtund seine Mitarbeiter, unter denen an erster Stelle der Kustos des Museums Dr. ArturHaberlandt zu nennen ist. Zahlreiche telegraphische und schriftliche Begrüßungen bezeugendie angelegentliche Teilnahme der verwandten Institute und Vereine. Wir empfingen mitherzlichstem Dank die Glückwünsche des Schweizer Vereines für Volkskunde( durchProf. Dr. Ed. Hoffmann- Krayer), der Abteilung für steirische Volkskunde aus dem GrazerJoanneum( Dr. V. Geramb), der Krahuletz- Gesellschaft in Eggenburg( Dr. E. Frischauf), desKnopf- Museums in Prag, des Salzburgischen Städtischen Museums, des Museums fürVölkerkunde in Stuttgart, des bayrischen Nationalmuseums in München, der Museen fürVölkerkunde in Berlin, Hamburg und Leipzig, des Dansk Folksmuseums in Kopenhagen,des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg, des Schweizer Landesmuseums inZürich, des Landesmuseums in Vorarlberg, des Heimatschutzvereines in Steyr, des Ver-bandes der österreichischen Heimatschutzvereine, des Österreichischen Ingenieur- undArchitektenvereines, des Niederösterreichischen Gewerbevereines, der Wiener Werkstätte,des Museums in Mattsee u. a. m.
Bis zum Eintritt des Winters( 12. November 1920) blieb das Museum an Sonn- undFeiertagen sowie an Samstag- Nachmittagen für den allgemeinen Besuch geöffnet. Wirzählten bis dahin rund 5400 zahlende Besucher; außerdem fanden zirka 40 Gruppen-besichtigungen durch Schulen und Vereine unter entsprechender Führung der Museums-beamten statt. Spezielle Interessenten hatten( und haben nach wie vor) gegen Anmeldungtäglich Zutritt zu den Sammlungen, von welcher Begünstigung zahlreicher Gebrauch,namentlich durch Kunstgewerbler, Künstler, Schüler der wissenschaftlichen und kunst-gewerblichen Institute, Zeichner und Fabriksangestellte, gemacht worden ist. Auch vonSeite des Fremdenpublikums erfolgte zahlreicher Besuch.
Im Spätherbst leitete der Museumskustos Dr. Artur Haberlandt zwei zahlreichund eifrig besuchte Arbeitsgemeinschaften über volkstümliche Kunst in mehrwöchigenKursen, eine Einrichtung, die ständig fortgesetzt werden wird.
Dr. Artur Haberlandt hielt auch in der Lehrerakademie mehrere Lehrkurseüber Volkskunde ab, desgleichen in den Volkstümlichen Universitätskursen Vortragszyklenüber Deutsche Volkskunde.
2. Subventionen und Spenden.
Vom Staatsamt für Unterricht sind dem Verein zur Erhaltung des Museums, ins-besondere zur Bestreitung der Personalauslagen Unterstützungsbeiträge in der Höhe vonK 32.000 pro 1920 zugekommen; vom Staatsamt für Handel und Gewerbe desgleichenK 8000, von der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer K 3000, von derGemeinde Wien K 10.000( nebst Erlaß des einjährigen Mietzinses pro 1920). An Spendenverzeichnen wir pro 1920 mit verbindlichstem Dank: Präsident Rudolf Abensperg undTraun( anläßlich der Eröffnung des Museums) K 5000, Kommerzialrat Oskar TrebitschK 10.000, Verein der Banken und Bankiers K 120.000, Präsident J. Mautner K 1000,Konrad Mautner K 4000, Filmgesellschaft„ Astoria" K 10.000, F. Wagenmann K 1000,Präsident G. Castiglioni K 10.000, A, Kende K 1000, Staatsdenkmalamt K 500, Kommerzial-rat Bujatti K 1000, Wiener Werkstätte K 2000, Direktor A. Walcher K 763-20( Ersatzfür den Ankauf von Museumsobjekten), Graf E. Hoyos- Sprinzenstein K 1000.- Von denFörderern Wiener Börsekammer K 200, Generaldirektor H. Sobotka K 160, StephanMautner K 100, Emmy Medinger K100, Österreichische Siemens- Schuckert- Werke K 200,Bankhaus S. M. Rothschild K 100, R. Winter K 100, Zentralbank der deutschen Spar-kassen K 100, Österreichische Sparkasse K 100, Generalkonsul Hans Medinger K 300,Ph. Haas& Söhne K 100.
3. Nouaufstellungen.
Seit der Eröffnung sind die Räume XIX( Schlesische Weberstube) und XX( Samm-lungen aus der Schweiz und dem Deutschen Reich) neu zur Aufstellung gelangt. In Er-gänzung der ersten Auflage des Museumsführers folgt untenstehend die Beschreibung derin den Räumen VIII-- XII und XIX- XXII neu aufgestellten Sammlungen sowie der in denMuseumshöfen zur Aufstellung gelangten Objekte.