Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde26 (1920) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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26 (1920) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für Volkskunde.

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Die 25jährige Bestandfeier des Vereines und Museums für Volkskunde.Die am 11. Jänner d. J. im Museum für Volkskunde unter dem Vorsitze desPräsidenten Rudolf Abensperg und Traun stattgefundene Erinnerungs-feier aus Anlaß des 25jährigen Bestandes des Vereines undMuseums für Volkskunde hat unter regster Beteiligung der berufenenstaatlichen, wissenschaftlichen und künstlerischen Kreise einen Verlauf genommen,der für die Sympathien und die allgemeine Anerkennung, welche sich die vonseltenen Erfolgen gekrönte eifrige Tätigkeit dieses Volksbildungsinstituts seit vielenJahren erworben, beredtes Zeugnis ablegte. Der Präsident der National-versammlung Seitz hatte ein warmes Begrüßungsschreiben gesendet, inwelchem er, unter voller Anerkennung der wissenschaftlichen und volksbildnerischerTätigkeit des Vereines, das Museum für Volkskunde in alle Zukunft» als ein weithinsichtbares Wahrzeichen unseres Volksstaates, des Fleißes und der Arbeit seinerdeutschen Bürger« kennzeichnet. Der Versammlung wohnten bei: der Leiter desUnterrichtsamtes Unterstaatssekretär Otto Glöckel mit den beiden SektionschefsFörster Streffleur und Dr. Heinz sowie den Sektionsräten Dr. Prüger,Dr. Petrin und Dr. Klapsia, der Präsident der Akademie der WissenschaftenHofrat Prof. Dr. Redlich, in Vertretung der Universität Prorektor Hofrat Dr. Becke,für die technische Hochschule Prorektor Prof. Dr. K. Zsigmondy, Präsident derHandelskammer Paul Schoeller, namens des Staatsdenkmalamtes Prof. Dr. MaxDworak und Regierungsrat Dr. Schubert- Soldern, Direktor Eugen Probstin Stellvertretung des Bürgermeisters Jakob Reumann, Hofrat Dr. Toldt fürdie Anthropologische Gesellschaft, Präsident Prof. Dr. Brückner für die Geo-graphische Gesellschaft, Hofrat Simeons für das Handelsmuseum, ferner DoktorR. Mayreder als Vertreter des Österreichischen Ingenier- und Archiktenvereines,Kommerzialrat Bujatti für den Niederösterreichischen Gewerbeverein, VizepräsidentHoffner von der Künstlergenossenschaft, Vorstand der Sezession Prof. Banz,Direktor des niederösterreichischen Landesmuseums Dr. M. Vancsa, Dr. Christianvom naturhistorischen und Direktor Dr. Glück vom kunsthistorischen Museumund sonst zahlreiche Gelehrte, Künstler und Repräsentanten der besten WienerGesellschaft. Entschuldigungs- und Glückwunschschreiben waren vom StaatskanzlerDr. Renner, Hofrat Dr. Ed. Leisching namens des Österreichischen Museumsfür Kunst und Industrie, Hofrat Graus für das Technologische Gewerbemuseum,Hofrat Ludwig Erhard für das Technische Museum, Hofrat Prof. Edmund Hellmerfür die Akademie der bildenden Künste, von der niederösterreichischenHandels- und Gewerbekammer sowie vom Präsidium der Börse-kammer eingelaufen. Nach der Begrüßungsansprache des Präsidenten, der ins-besondere darauf verwies, daß das Hauptverdienst an den Erfolgen der Gesellschaftder fünfundzwanzigjährigen rastlosen Mühewaltung ihres Gründers, ProfessorDr. M. Haberlandt zu verdanken sei, skizzierte der Generalsekretär und Museums-direktor Regierungsrat Prof. Dr. M. Haberlandt die an Kämpfen reiche Geschichtedes Vereines und des von ihm geschaffenen Museums für Volkskunde, welchesnunmehr vor seiner Wiedereröffnung in völliger Neugestaltung im eigenen Hause,dem von der Gemeinde Wien überlassenen Schönborn- Palast in der Josefstadt, steht.Der Redner besprach die Entwicklung der volkskundlichen Wissenschaft in Öster-reich, in welcher dem jubilierenden Verein stets eine führende Rolle beschiedenwar, und gab einen gedrängten Überblick über die Arbeiten und Erfolge währenddes 25jährigen Bestandes des Vereines und Museums. Der wesentliche Inhaltder Rede ist oben S. 9 ff. zum Abdruck gelangt In zündender Rede dankteUnterstaatssekretär Otto Glöckel dem jubilierenden Verein und Museum undmit besonderer Wärme dessen Gründer und Schöpfer Prof. Dr. M. Haberlandtnamens der Regierung für ihre ausdauernde und erfolgreiche Wirksamkeit im Dienstder heimatlichen Volkskunde und der Volksbildung überhaupt. Mit Nachdruck wies