Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für Volkskunde.
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österreichs und seiner kulturellen Mission in seiner bisherigen Völker-umwelt hat unser Museum seit einem Vierteljahrhundert auf das öffent-liche und wissenschaftliche Leben mit allgemein ehrenvoll anerkanntenErfolgen gewirkt. Zur Würdigung dieser Leistung darf ergänzend gesagtwerden, daß die Schaffung des Museums neben der wissenschaftlichenvor allem auch die ausgedehnteste organisatorische und musealtechnischeArbeit vieler Jahre erfordert hat und daß unsere Gesellschaft diese ihreSchöpfung auch finanziell der Hauptsache nach auf privater Hilfe aufzu-bauen hatte. Weit über eine Million Kronen mußten zu diesem Zweckeim Laufe der Jahre aufgebracht werden; das erzielte Ergebnis, der jetzigeWert der Museumssammlungen und der aufgebrachten Museumseinrichtung,ganz abgesehen von ihrem unschätzbaren wissenschaftlichen Wert, beläuftsich sicher auf den Betrag von über zehn Millionen Kronen und stelltdas unbelastete freie Eigentum unserer Gesellschaft dar.
Mit pietätvoller dankbarer Erinnerung gedenken wir heute an diesemTage befriedigter Rückschau der zahlreichen Helfer und Mitarbeiter andem gemeinsamen Werke: der verewigten früheren Präsidenten des Verelnes,der Freiherren, v. Gautsch und Helfert und der Grafen JohannHarrach und Vinzenz Latour, die jeder durch eine Reihe von Jahrenmit ihrem ganzen Einfluß und großem Interesse für die Vereinsbestrebungeneingetreten sind; wir danken dem gegenwärtigen Präsidium: demPräsidenten Rudolf Traun und Abensperg und den VizepräsidentenSektionschef Dr. A. Breycha, Kommerzialrat Oskar Hoefft undProf. Dr. Eugen Oberhummer für alle ihre erfolgreichen Bemühungen;ich erwähne mit herzlichster Dankbarkeit die wertvolle Unterstützungdurch die zahlreichen namhaften Persönlichkeiten, die in diesem Viertel-jahrhundert im Vereinsausschusse ihre Mitwirkung geliehen haben,unter welchen sich der langjährige Vizepräsident des Vereines HofratProf. Dr. V. Jagić, Ing. Anton Dachler, Oberbaurat J. Koch,Direktor A. Walcher, Dr. S. Feßler, Staatsbahnrat H. Fischelbesonders um unsere Sache bemüht haben; mit Dankbarkeit gedenke ichauch des Mitbegründers unserer Gesellschaft, des allzufrüh geschiedenenEthnographen Dr. W. Hein. Von Seite des früheren Hofes wie von deralten Staatsregierung sind unsere Bestrebungen jederzeit anerkannt undgefördert worden, wenn auch der leitende Gesichtspunkt dabei stets blieb,die volkskundlichen Bestrebungen hätten sich in erster Linie auf dieBevölkerung selbst zu stützen. Dieser Parole gemäß haben wir gehandelt,und wenigstens in einem erlesenen Kreise von Freunden und Gönnernunserer Wissenschaft haben wir offenen Sinn und offene Hand für unsereArbeit gefunden. Ich nenne hier mit besonderer Dankbarkeit die NamenDr. Rudolf Trebitsch, Philipp und Paul Schoeller, Fürst Johann Liechten-stein, Anton Dreher, Bernhard Wetzler und J. Mautner- durchwegs Männer,an deren Einsicht und Opferwilligkeit ich mich niemals vergeblich ge-wendet habe, wenn es galt, wertvolle Volks- und Kunstgüter unseremMuseum zu retten.