Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für Volkskunde.
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als vierter Band der Museumszeitschrift, Werke der Volkskunst" geplanten großen Ver-öffentlichung„ Die Volkskunst der Balkanländer** von Dr. Arthur Haberlandt.( 28 Lichtdrucktafeln und 80 Seiten illustrierter Text, Großquart) ermöglicht worden. DerVerein für Volkskunde hat das von ihm( unter Aufwendung der im Jahre 1918 hiefürerhaltenen und ausgewiesenen Subventionen der vormaligen k. k. Ministerien für Kultusund Unterricht und für Handel im Betrage von zusammen K 5000) hergestellte Bilder-material zu diesem Werke um den Selbstkostenpreis an die Verlagshandlung Schrollabgegeben. Endlich wurde im Berichtsjahre auch als XIII. Ergänzungsband zu unsererZeitschrift die interessante und reichhaltige Sammlung polnischer Volksmärchen,die Dr. Johannes Piprek aus verschiedenen polnischen Quellen ins Deutsche übertragenhat, ausgegeben. Es darf gehofft werden, daß die Schriftleitung der Zeitschrift mitUnterstützung des staatlichen Volksbildung- amtés in diesem Jahre in die Lage kommenwerde, die reiche Zahl volkskundlich bemerkenswerter Beiträge verschiedener namhafterVolksforscher, über die sie bereits verfügt, zur Veröffentlichung zu bringen und auch dieTermine des Erscheinens der Zeitschrift einigermaßen regelmäßig einzuhalten.
Zu unserer Freude ist unser Zusammenarbeiten mit den berufenen Organen desStaatsdenkmalamtes, das nunmehr auch die Volksdenkmäler und den volks.tümlichen Besitz in den österreichischen Ländern unter seinen Schutz genommen hat,bezüglich der gesamten volkskundlichen Interessensphäre ein immer engeres geworden.Wir danken den Vorständen Regierungsrat Dr. Schubert- Soldern und ProfessorDr. Max Dvorak sowie den Herren Assistenten Dr. G. Kyrie und Dr. Josef Wening erganz besonders für ihr bereitwilliges Eingehen auf alle von uns in dieser Richtungerstatteten Vorschl ge und Anregungen und stellen mit Freude unsere ganzen Kräfte undErfahrungen auch weiterhin zur Verfügung.
An der Weihnachtsausstellung des Österreichischen Museums fürKunst und Industrie haben wir uns durch Überlassung von 25 bildlichen Auf-nahmen des Malers Leopold Forstner sowie an der Ausstellung:„ Das Kind und dieKunst mit einer größeren Zahl volkstümlichen Spielzeuges beteiligt. Für das Reichs-bildungsamt des Staatsamtes für Heerwesen wurde eine Serie volkskundlicher Vorträgeentsprechend mit Lichtbildermaterial zur Verfügung gestellt. Durch zahlreiche Vorträge,Universitätsvorlesungen und Seminarübungen, wissenschaftliche Arbeiten und Programm-aufsätze ist insbesondere der Kustosadjunkt des Museums Privatdozent Dr. Artur Haberlandtneben seiner anstrengenden und aufopferungsvollen Museumstätigkeit rastlos tätig gewesen.Ein großer Teil der neuerlich erzielten Erfolge in der Ausdehnung der Wirksamkeitunseres Instituts und der volkskundlichen Bewegung in Wien überhaupt, ist seinemfreudigen und unermüdlichen. Arbeitseifer zu verdanken. Besonderen Dank schuldet derVereinsvorstand und die Museumsdirektion des weiteren auch der auf pferungsvollenund gewissenhaften Geschäftsführung durch die Sekretärin des Museums, FrauMarie Ratkovits( nunmehr verehelichte Haberlandt), wie sich auch die BibliothekariņFräulein Olga Führer, die Kanzleigehilfin Fräulein Ida Schuster, der Haus- undSammlungsverwalter Engelbert Jünger, Präparator Franz M u č na k und der Hauswartund Werkführer Franz Wellan den vollen Dank und die wärmste Anerkennung fürihre pflichtgetreue Arbeit unter den schwierigsten Verhältnissen vollauf verdient haben.
Aus den nachfolgenden Rechnungsabschlüssen ergibt sich ein deutlichesBild der äußerst schwierigen, stets Opfer aus den Resten desVereinsvermögens erheischenden finanziellen Lage, in welchedie trostlose allgemeine Gestaltung der Verhältnisse auch unser Unternehmen gebrachthat. Die schon früher( 1917-18) unverhältnismäßige Kosten verursachende Fertig-stellung der Museumseinrichtung ist hauptsächlich durch die enorme Steigerungaller Arbeitslöhne und Materialien( Glas-, Holz-, Anstrich- und Schlosserarbeiten)im Berichtsjahr 1919 zu erschreckender Höhe emporgesteigert worden. Dabei muß nach-drücklich betont werden, daß sich sämtliche Arbeitskräfte, über welche das Museum fürVolkskunde dauernd verfügt, einsichtig und opfer willig mit relativ sehr bescheidenenBezügen begnügt haben, damit der Arbeitsbetrieb überhaupt aufrechterhalten werden