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Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für Volkskunde.
unseres Instituts durch aufschließende unermüdliche Arbeit, durchLehre und Schule, Schrift und Wort, im praktischen Arbeitslebenwie unter Künstlern und Kunstgewerbetreibenden auf die breitesteGrundlage zu stellen.
Die fünfundzwanzigjährige Gedenkfeier bot uns auch erwünschteGelegenheit, im dankbaren Hinblick auf die uns zuteil gewordenevielfache Unterstützung durch unsere Mitarbeiter und auf die gleich-gerichtete Tätigkeit hervorragender Fachgenossen auf volkskundlichemGebiet, einer größeren Zahl derselben durch die Wahl zu Ehren-.mitgliedern, beziehungsweise zu korrespondierenden Mit-gliedern unsere Dankbarkeit und Verehrung zu bezeugen. DieEhrenmitgliedschaft wurde verliehen: Prof. Dr. Johannes Bolte inBerlin, Oberlehrer Josef Blau in Freihöls, Frau Prof. Marie Andree-Eysn in Berchtesgaden, Ingenieur Anton Dachler, ProfessorDr. M. Haberlandt, Prof. Dr. Adolf Hauffen in Prag, Professor ·Dr. Eduard Hoffmann- Krayer in Basel, Hofrat Karl Kronfuß.Prof. Dr. Rudolf Meringer in Graz, Prof. Dr. Georg Polivka inPrag. Zu korrespondierenden Mitgliedern unserer Gesellschaft wurdenernannt: Konservator des Museums für deutsche Volkskunde DoktorK. Brunner in Berlin, Kustos Dr. Viktor Geramb in Graz,Prof. Dr. G. Graber in Klagenfurt, Prof. Dr. N. Krebs in Freiburg,Prof. Dr. Otto Lauffer in Hamburg, Prof. Dr. R. Kaindl in Graz,Prof. Dr. John Meier in Freiburg i. B., Konrad Mautner, ProfessorDr. L. Rütimeyer in Basel, Direktor Dr. W. Semayer in Budapest.
Das Arbeitsprogramm dieses Jahres hatte in Hinsicht der Museumsarbeiten dieVollendung der Au'stellungsarbeiten bezüglich der systematisch n Hauptsammlung in den25 Schauräumen des e sten S ockwerkes vorgesehen, einschließlich der genauen und voll-ständigen Bezettelung der Sammlung und der Ausarbeitung eines allgemein orientierenden„ Führers. Nach allen diesen Richtungen sind die Museumsarbeiten bis zum Eintrittdes Winters 1919 tatsächlich fertiggestellt worden, so daß in den letzten Monaten desverflossenen Jahres bereits mit der Besichtigung der Sammlungen durch Vereine, Schulenund sonstige Besuchergruppen unter Führung der Museumsbeamten begonnen werdenkonnte. Inzwischen ist des weiteren an der Fertigstellung der Ausstellungsräume imErdgeschoß des Museumsgebäudes gearbeitet worden, woselbst die Räume I- VII undXIII- XVIII die Reihe der Bauernstuben( darunter zwei getäfelte), aus den Alpen- undSudetenländern, sowie die Spezialsammlungen altertümlicher Beleuchtungs- und Herd-.geräte, schmiedeiserne Zunftzeichen, Schlösser, Werkzeuge und dergleichen aufgenommen haben. Nach dem Abschluß der bereits im Zug befindlichen Arbeiten an densüdslawischen und den europäischen Vergleichssammlungen in den Räumen VIII- XIIund XIX- XX, welcher voraussichtlich im Frühjahr 1920 erfolgen dürfte, kann und wirddann an die offizielle und vollständige Eröffnung des Museums gegangen werden können.
Nicht minder großen Schwierigkeiten als bei der Museumseinrichtung hegegnetonwir bei der Fortsetzung der wissenschaftlichen Veröffentlichungen des Vereines unMuseums. Dank der Verbindung mit der Verlagshandlung F. Tempsky konnte vorüber-gehend für ein Jahr die vollständige Stockung im Erscheinen unserer bereits im 25. Jahr-gang stehenden Zeitschrift für Volkskunde vermieden werden, wenn auch den außer-ordentlich gesteigerten, fast unerschwinglich gewordenen Herstellungskosten zufolge derUmfang der Zeitschrift bedauerlicherweise auf das Empfindlichste eingeschränkt werdenmußte. Durch den Kunstverlag A. Schroll& Ko. ist auch die Herausgabe des ursprünglich