Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde25 (1919) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

 
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25 (1919) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Mitteilungen aus dem Verein und dem Museum für Volkskunde.

Die Eröffnung des Museums für Volkskunde im Frühjahr 1920.

Als Zeitpunkt für die offizielle und vollständige Eröffnung des Museums für Volks-kunde kann nunmehr voraussichtlich der Frühling 1920 ins Auge gefaßt werden. DieSammlungen im I. Stockwerk des Gebäudes( Raum I- XXV) sind vollständig aufgestelltund durch reichliche Etikettierung aufgeschlossen. Ihre Besichtigung durch verschiedeneSchulen, Vereine und Einzelpersoneu unter sachkundiger Führung hat bereits vielfachstattgefunden und wird bis zur eigentlichen Eröffnung des Museums( gegen vorherigeAnmeldung bei der Direktion oder beim staatlichen Volksbildungsamt, I. Minoritenplatz 5)ermöglicht werden, soweit die derzeitige Unbeheizbarkeit des Gebäudes einen stärkerenBesuch zuläßt, Gegenwärtig wird an der Fertigstellung der Bauernstuben sowie derRäume VII- XII, welche die Sammlungen aus den Adria- und Balkanländern aufzunehmenhaben, gearbeitet. Ein kurzer Führer durch die Sammlungen ist bereits im Druckund wird bei Eröffnung des Museums den Besuchern zur Verfügung stehen.

Subventionen und Spenden.

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Das Staatsamt für Unterricht hat zur Bestreitung der Verwaltungskostendes Museums pro 1919/20 einen Betrag von K 5000 und den gleichen Betrag von K. 5000als Ablösung der Eintrittsgelder gelegentlich der vom Volksbildungsamt veranstaltetenMuseumsführungen überwiesen. Das Staatsamt für Handel und Gewerbehat dem Museum desgleichen eine Subvention von K 4000 für 1919/20 bewilligt.Die Wiener Gemeindevertretung hat über Antrag des VizebürgermeistersG. Emmerling in Würdigung der volksbildnerischen Bedeutung des Museums fürVolkskunde die Bezahlung des Mietzinses für das Museumsgebäude vorläufig auf die Dauereines Jahres erlassen und gleichzeitig pro 1919 eine Subveution von K 10.000 zurBestreitung der Museumskosten bewilligt. Für sämtliche Zuwendungen wird hiemit

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der wärmste Dank des Präsidiums und der Direktion abgestattet.

Herr Rat Adolf Falkenste n st mit einem Beitrag von K 500 als Gründerbeigetreten.

Zeitschrift für Volkskunde.

Um für die seit mehreren Jahren außerordentlich gesteigerten Herstellungskostender Zeitschrift für Volkskunde Deckung zu finden, hat sich die Vereinsleitung entschließenmüssen, entsprechend dem Vorgehen aller übrigen gelehrten Gesellschaften, den Bezugs-preis für die Zeitschrift sowohl bezüglich des laufeuden Jahrganges wie hinsichtlich derfrüheren Jahrgänge, der Ergänzungshefte und der Sonderabdrücke entsprechend zu er-höhen. Der Bezugspreis per Band stellt sich demgemäß für die Mitglieder künftighinauf K 10( in der Landeswährung) 10 Fres. 8 Mark, die Ergänzungsbände undSonderabdrücke werden mit einem 150prozentigen Teuerungsaufschlag abgegeben.Der restliche Vorrat an den Veröffentlichungen: Österreichische Volkskunst,2 Bände( 120 Lichtdrucktafeln) von Prof. Dr. M. Haberlandt, und Werke der Volks-kunst( Band I- IH) mit zusammen 100 Lichtdrucktafeln) ist an den KunstverlagA. Schroll& Ko., I. Graben 25, übergegangen und durch diesen erhältlich. Im gleichenVerlag erschien das Werk: Volkskunst der Balkanländer"( mit 26 Lichtdrncktafeln)von Dr. Artur Haberlandt und ist durch diesen Verlag zu beziehen.( Für Mitglieder desVereines zum ermäßigten Preis von K 75.)

Mitgliederbewegung.

Im Jahre 1919 sind weiter als neue Mitglieder angemeldet( 1. Ausweis Seite 63):Walter Freitag. Dr. Rob. Heine- Geldern, Dr. A. Hrodegh, Ingenieur Adolf Kraus, DoktorR. Kühnelt, Privatier Hans Lukasch, Karl Liebleitner, Gartenbauarchitekt Rudolf Lange( Nürnberg), Lehrer Karl Marsch, Dr. N. Mandl, Vlad, Pinzak, Frau Anna Sedlmayer-Eisenholm, Prokurist K. Schaffer- Wich, Rudolf Schäffer, Dr. Franz Schwertz( lebenslgl.),A. Schachleiter, Universitätsbibliothek Kiel, Nelly Wahl.

An Fördererbeiträgen sind eingelaufen: Beiträge von Bankhaus Rothschild, WienerBörsekammer, Haus Sobotka, Stephan Mautner, Siemens- Schukertwerke, Gesandter Kuefstein,Zentralbank der deutschen Sparkassen, Emil Karpeles, Erste österreichische Sparkasse,F. Schönthaler& Söhne, Baron Ecconomo, Emmy Medinger.