Library / Self-PublishedÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde25 (1919) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
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25 (1919) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Mitteilungen aus dem Veréin und dem Museum für Volkskunde.

der Daubengefäße), die Flechtarbeiten( Rindenschuhe, Provianttaschen als ältestebodenständige Erzeugnisse). Über manche der geschilderten Arbeitsprozesse hätteman gern noch nähere Auskünfte gewünscht, auch die einheimische Terminologiefür alle angeführten Objekte vermißt man ungern; jedoch waren solche sprachlicheErhebungen und Notierungen für einen Nichtlinguisten eben nicht ganz leicht durch-zuführen. Die Volkskunde wird dem Verfasser für das viele und wertvolle Gebotenebesten Dank wissen. Besonders erfreulich und dankenswert ist die reichliche Beigabedes vortrefflichen Abbildungsmaterials.

IV. Mitteilungen aus

dem Verein und dem

Museum für Volkskunde.

1. Jahresversammlung.

und

In der am 11. März zum ersten Male im neuen Museumsgebäude bei starkemZuspruch der Mitglieder unter dem Vorsitze des Präsidenten Rudolf Abensperg-Traun abgehaltenen Jahresversammlung erstattete der GeneralsekretärMuseumsdirektor Prof. Dr. M. Haberlandt den Tätigkeitsbericht über das Jahr1918( siehe unten S. 64ff.), welchem er mit lebhaftem Interesse aufgenommene Ausfüh-rungen über die wissenschaftlichen und praktischen Aufgaben des Museums fürVolkskunde anschloß. Die umfassenden Arbeiten der Neugestaltung desselbensind nunmehr so weit gefördert, daß mit der Eröffnung des Museums imLaufe dieses Jahres bestimmt gerechnet werden kann.Die von den Rechnungsprüfern in vollkommener Ordnung befundenen Rechnungs-abschlüsse pro 1918 wurden genehmigend zur Kenntnis genommen. Hierauf brachteder Vorsitzende den Antrag auf Abänderung einiger Bestimmungen der Vereins-satzungen, soweit sie durch die veränderten Verhältnisse notwendig gewordensind, zur Abstimmung, welche die einstimmige Annahme derselben ergab. Imbesonderen sei hier der Beschluß hervorgehoben, daß der Jahresmitgliedsbetragkünftighin 5 K betragen soll, wofür den Mitgliedern der freie Eintritt in dasMuseum gewährt wird. Die für Mitglieder ermäßigte Höhe des Bezugspreises derZeitschrift für Volkskunde" wird künftighin die Vereinsleitung jeweils fest-setzen. Die Mandate des Herrn Vizepräsidenten Dr. Artur Breycha, des KassiersJ. Thirring sowie der Ausschußräte Hartwig Fischel, Dr. OskarHovorka nnd Fräulein Marie Glaser wurden auf drei Jahre erneuert, dieHerren Prof. Dr. O. Menghin, Prof. Dr. L. Radermacher, Ernst Pollack,Direktor Eugen Probst und Dr. M. La mbertz in den Ausschuß neugewählt.Zum Schluß der Versammlung hielt Dr. Max Lambertz einen mit lebhaftemInteresse aufgenommenen Vortrag über die Volkspoesie respektive die Kinderpoesiebei den Albanern.

2. Stifter- und Gründerbeiträge.

Herr Architekt Adolf Micheroli hat durch munifizente Gewährungeines über 2000 K betragenden Nachlasses der von ihm vorgelegten Kostenrechnungfür die Fassadenrenovierung den Anspruch erworben, in die Liste der Stifter des Mu-seums aufgenommen zu werden. Herr Kommerzialrat Josef Honig hat indankenswerter Weise den Betrag von 500 K gespendet.

3. Veröffentlichungen.

Das in dieser Zeitschrift, Jahrgang XXIV( 1918), S. 113 angekündigte Erscheinendes Werkes ,, Die Volkskunst der Balkanvölker"( 30 Lichtdrucktafeln