Bibliothek / EigenverlageÖsterreichische Zeitschrift für Volkskunde25 (1919) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde

  
Jahrgang 
25 (1919) / Wiener Zeitschrift für Volkskunde
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Geramb und Zack.

Bergmannslied¹).

D

1. Frisch

auf,

frisch

auf!

2. Er hats

an

W

ge

zün

3. Ins

T

Berg werk hin- ein,

Derdet, es gibtdieWo

Berg

-

mann kommt, denn er

Berg

"

seinen Schein und dadenn sieknappen sein,

1. hat sein

2. mit

er

3. gra

ben das

reifahren kannSilber und das Gold

nes Licht

bei der Nacht, denn er

hat

sein

bei der Nacht, und dabei der Nacht, denn sie

mit

er

gra

ben das

1. reines Licht schon2. fabren kann ins3. Silber und das Gold aus

ange

-

zündt,_ schon anBerg- werk hin- ein, insFelsenstein, aus

ge

zündt.

Berg- werk hin- ein.Fel- senstein.

Sobald das Lied verklungen ist, erscheint im Hintergrunde der Grube, feenhaftbeleuchtet, der alte, weißbärtige Berggeist, während ringsum an den Wänden desStollens die Erze wie Gold und Silber auffunken.

Dann folgen der Reihe nach die einzelnen Handwerkergruppen, dieunter ein paar Textworten oder einem Liedchen fleißig in ihren Werkstätten arbeiten( mechanischer Betrieb), während das Innere der jeweils vorgeführten Werkstatt fürdie Dauer des Liedes oder Spruches beleuchtet erscheint.

,, Der Boanstampf( die Knochenstampfe) hebt und senkt bedächtig ihreStampfbalken. Die ,, Boanstampfer" sagen dazu: ,, Boanstrah, Boanstrah, Boanstrah,da Metzn 3 fl., Kaft ma d'Frau an Metzn o?" usw. Darauf wird es in der Hammer-schmiede lebendig, der Hammer beginnt seinen dröhnenden Schlag und der:Hammerschmied singt:

bin der lu- sti- ge

Håm- mer- schmied, tra- la- lit

tra- ho!

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Was i der- wisch, das nimm i mit,

tralali, ju- hei!

Es folgt die Szene: ,, Der Müller weckt sein Hanserl auf." Ober. demHammer wird das Müllerhaus beleuchtet. Durch das Fenster sieht man den Lehrbuben

Hanserl" über den Tisch gelehnt schlafen. Der Müller kommt und rüttelt ihn derbauf. Der Bub wacht auf, das Mühlfluder beginnt zu rauschen und das Mühlrad hebtan, sich zu drehen. Der ,, kloan Hanserl ruft aber seinem Meister keck zu:

,, Ich bin der kloan Hanserl von der Mühl,

Kann aufstehn, kann schlafen, kann mahln,wann i will,

1) Dieses alte, weit verbreitete Bergmannslied findet sich schon im ,, Neuvermehrtenvollständigen Bergliederbüchlein", das um 1740 vermutlich zu Freiberg in Sachsengedruckt wurde und gegenwärtig als Unikum in der Universitätsbibliothek zu Leipzigliegt( Erk und Böhme, Deutscher Liederhort I, Seite XLIII und III, Nr. 1513), Text undWeise sind durch ganz Deutschland verbreitet( Erk und Böhme, Deutscher LiederhortIII, Nr. 1512 aus der Wetterau und aus dem Odenwald; A. Bender, OberschefflenzerVolkslieder, Karlsruhe 1902, Nr. 154, und Dr. J. Pommer, Liederbuch für die Deutschenin Österreich, Wien 1864, Nr. 120). Vgl. auch das Tabaklied" in Des KnabenWunderhorn von Arnim und Brentano, S. 78 der Universalbibliothek.

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