Jahrgang 
77 (1974) / N.S. 28
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20.

21.

Hinweise auf Arbeitsweise, Einrichtungen in der Werkstatt, Handelsrich-tung( Kufstein!)- Transportart( Floẞ).

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Karl Göbels, Frechen. Archivalische Erforschung der Töpferei inFrechen( Aufbau und Zweck von Archiven-- primär als RechtsquelleRückwirkung auf Art des Archivmaterials und seine Aussagefähigkeit).Claus Stephani, Bukarest. Bezeichnungen von Tongefäßen in einigenrumänisch- deutschen Mundarten( über 15 Gefäßtypen Tonbandauf-Vielfalt der Bezeichnungen Sächsisch LandlerischSzáthmár- Schwäbisch Maramuresch- Zipserisch

nahmen

....

Batschka- Schwäbisch

Bukowina- Zipserisch).

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Horst Klusch, Hermannstadt. Wanderungen Tiroler Wiedertäufer nachOst- und Südeuropa( Vortrag im Rotary- Club Lienz).

Exkursion Lesach- Tal, Gail- Tal( Maria Luggau), Kötschach, Aguntum,Maria Lavant, Lienz.

Ergebnisse: Die Teilnahme neuer Mitglieder( István Erszébet, GeorgesKlein, Karl Göbels, Corneliu Bucur, Lambert Grasmann) erbrachte neuesMaterial( Keramik aus dem Elsaß, aus Transdanubien und aus Frechen), In-formationen zur Herstellung( Brennöfen in Rumänien und in Frechen, Steinzeugin Frechen) und Anregungen zu einer vergleichenden Forschung( Elsaß, Hessen,Franken, Transdanubien).

Publikationen: Paul Stieber, Formung und Form, Schriften des DHA,Heft 1 München 1971, vergriffen. Erweiterte Fassung erschienen in: BayerischesJahrbuch für Volkskunde 1970/71.- Ders., Die Kröninger Hafnerordnungvon 1428, Schriften des DHA, Heft 8, München 1972, Unkostenbeitrag DM 6,-plus Porto.- Ders., Über Sammeln, Erforschen und museale Darbietung vonHafnergeschirr, in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen in Baden-Württemberg, Bd. 10( 1973), Unkostenbeitrag DM 6,- plus Porto.

Ingolf Bauer

In memoriam Josef Matl( 1897-1974)

Gefällt von einer rätselhaften Blutkrankheit starb am 12. Juni 1974 in derSteiermark der em. o. Prof. für Slawistik und Südost- Forschung an der Uni-versität Graz Josef Matl. Mit ihm sank einer jener bedeutenden Slawisten undkulturhistorisch eingestellten Balkanologen ins Grab, der sich rühmen durfte,der letzte Schüler jenes hervorragenden Bahnbrechers für eine Weltgeltung deraltösterreichischen Slawistik, Vatroslav Jagic( geb. Warasdin 1838, gest. Wien1923) zu sein. J. Matl kam mithin aus jener ,, Wiener Schule", für die Sprache,Literatur und Volkskunde im Bereich der vielen slawischen Völker noch eineuntrennbar erscheinende Einheit in der Forschung und für die Lehre gewesenwar, ferne jener heute als unumgänglich erachteten Spezialisierung, die nur nochwenige Vertreter des Faches befähigt, eine Mehrzahl von Sprachen und Litera-turen slawischer Ethnica zu überschauen. Matl, einem untersteirischen Klein-bauerngeschlechte im Abstallerbecken, rechts der Mur hart an der Sprach-grenze zum Slowenischen und heute bereits seit 1919 auf jugoslawischem Staats-gebiete, entstammend, hat sein Leben lang für die Erforschung von Kultur undGeistesleben zumal der Südslawen und für ihre Geltung im Sinne eines tolerantenNebeneinander mit dem so oft vernebelten und doch unverrückbar geglaubtenZiel eines Füreinander gekämpft. An einem humanistischen Gymnasium inGraz erzogen, schwerverwundet aus dem Ersten Weltkrieg heimgekehrt, hatte ernoch im Lazarett unter unsäglichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten mit eiser-nem Fleiß zu studieren begonnen, hatte bereits 1921 in Wien promoviert und

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