Jahrgang 
76 (1973) / N.S. 27
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begründeten Königlichen Museum ein( Det koneglige Kunstkammer),das bis zum Ableben des Königs 1670 wesentlich erweitert wurde undbis ins 19. Jahrhundert eine Sehenswürdigkeit für Reisende darstellte.

Inzwischen hatten die dänischen Könige auf Schloß Rosenborgeine stattliche Sammlung von Kostbarkeiten in Gold und Silber zu-sammengetragen, die gleichfalls seit dem 17. Jahrhundert bereits inter-essierten Besuchern zugänglich war. Im 18. Jahrhundert zeigten auchwissenschaftliche Gesellschaften und die Kopenhagener Universität zu-nehmend Interesse u. a. an naturhistorischen Sammlungen. Aber erstmit dem Beginn des 19. Jahrhunderts wurde von einer königlichenKommission zur Erhaltung von Altertümern mit systematischer Samm-lung für Naturgeschichte, eine Gemäldegalerie( heute Staatliches Mu-Museum" statt, das seit 1853 seinen Platz im Prinzen- Palais gegenüberdem Schloß Christiansborg fand, und an derselben Stelle heute nochals Nationalmuseum existiert. Inzwischen teilte man die Sammlungendes alten Königlichen Museums nach Sachgebieten auf: in eine Abtei-lung für Naturgeschichte, eine Gemäldegallerie( heute Staatliches Mu-seum für Kunst) und ins Historische Museum des Königshauses( Schloß Rosenborg).

Seit 1816 stand der Archäologe Christian J. Thomsen den Samm-lungen vor, und er war es auch, der wohl zum erstenmal in der Weltein chronologisch geordnetes historisches Museum schuf. Er richtetegleichfalls das erste ethnographische Museum ein, das noch heute einwertvoller Bestandteil das Nationalmuseums ist.

Während der Jahre des aufgeklärten Absolutismus hatte Kopen-hagen in Dänemark in jeder Hinsicht die führende Rolle im Geistes-leben gespielt. Mit Einführung einer freiheitlichen Verfassung nach1848 gewannen die einzelnen Landschaften Dänemarks jedoch zuneh-mend an Profil und emanzipierten sich politisch und wirtschaftlich vonder Hauptstadt. Eine Folge dieser Entwicklung war die Gründung vonProvinzialmuseen. So entstanden in Ripen, Odense, Aarhus, Viborgund Aalborg in der Zeit zwischen 1855 und 1863 archäologische Mu-seen, denen in den folgenden 40 Jahren weitere lokale Museen folgten.Dies ist auch die Zeit, in der sich das Interesse von den üblichenAntiquitäten auf Objekte verlagerte, die in Gestalt von Trachten, Mö-beln und Geräten die Volkskultur repräsentierten. Als 1885 das Däni-sche Volksmuseum( Dansk Folkemuseum) entstand und später in dasNationalmuseum als eine weitere Abteilung eingegliedert wurde, warsoeben allenthalben in Skandinavien das Interesse an volkskundlichenSammlungen erwacht und hatte u. a. in Stockholm zur Gründung desNordischen Museums( 1873) und des Freilichtmuseums Skansen( 1890)durch Artur Hazelius( 1833-1901) geführt. Bernhard Olsen( 1836 bis1922) hatte bei der Begründung des Dänischen Volksmuseums offen-

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