Jahrgang 
76 (1973) / N.S. 27
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Hausforschung zugleich auch als ein Leistungsnachweis des Vereines für Volks-kunde gewertet werden darf. Da das Notring- Jahrbuch 1973 als Gesamtdar-stellung des ländlichen Hauses in Österreich über den unmittelbaren Anlaß einerJahresgabe für die Förderer der österreichischen Wissenschaft hinaus vonWert ist, hat sich der Verein entschlossen, eine größere Anzahl von Exemplarenzu übernehmen. Das Buch steht somit weiterhin Mitgliedern und Interessentenzu einem besonderen Vorzugspreis zur Verfügung.

Abgesehen von Publikationen, an denen der Verein in der einen oderanderen Weise unmittelbar beteiligt ist, genießen auch alle übrigen öster-reichischen Fachveröffentlichungen die ständige Förderung seitens des Vereines,sei es durch die stets aktuellen und kostenlosen Anzeigen unter der Rubrik,, Neuerscheinungen" im Nachrichtenblatt, sei es durch die Besprechungen imausführlichen Rezensionsteil der Zeitschrift.

B. Österreichisches Museum für Volkskunde

Die laufenden Arbeiten des Museums im Jahr 1972 konnten wie immerdurch den Museumsbesuch und insbesonders durch den Besuch der Sonder-ausstellungen überprüft werden. Der Objektbestand des Hauses ist auf 67.000Inventarnummern der Hauptsammlung angestiegen, wobei wenig durch Ankauferworben wurde, viel dagegen durch kleinere und größere Widmungen vorallem von Vereinsmitgliedern hereingekommen ist, denen hier pauschal ge-dankt werden darf. An sich wird jede Spende brieflich bedankt. An Aus-stellungen ist vor allem die Zurschaustellung von Bemalten Bauern-möbel aus Österreich" in der neuerrichteten Gartenvitrine" desMuseums zu nennen, zu der ein großes, freilich auch sehr teures Plakateinlud. Der Ankauf der Möbel, die Anfertigung der Gartenvitrine und dieHerstellung des Plakates wurden durch das Bundesministerium für Wissen-schaft und Forschung finanziell unterstützt. Am Tag der Offenen Tür" wurdediesmal die kleine Ausstellung Lebzeltenmodel aus Österreich"eröffnet, zu der dank der Munifizenz des genannten Ministeriums auch eineigener Katalog erscheinen konnte. An den Ausstellungen wie an allenInnenarbeiten des Museums haben sich alle Beamten und Angestellten mitgroßer Freude und wirklichem Arbeitseifer beteiligt. Der Besuch des Museumswurde durch diese Bemühungen zweifellos gefördert. Im Hauptgebäudeund in den beiden Dependancen Sammlung Religiöse Volkskunst" und, Schloß-museum Gobelsburg" wurden zusammen über 16.000 Besucher gezählt.

Auch die beiden anderen großen Sammlungen des Museums, Bibliothekund Photothek, sind wieder kräftig gewachsen und haben sich zunehmenderBenützung erfreut. Die Bibliothek verzeichnete am Schluß des Jahres 197222.687 Nummern, das heißt, der Zugang betrug 648 Nummern, davon 23 Zeit-schriften. Ein beträchtlicher Teil des Zuganges beruht noch immer auf Schriften-tausch und Besprechung. Die Zeitschrift bildet daher die Hauptsäule auch derBibliothek. In der Photothek konnten am Jahresschluß 1972 insgesamt 43.333Positive gezählt werden, das heißt, der Zuwachs betrug 1173 Nummern. AnNegativen wurden 11.669 Nummern gezählt, das bedeutet einen Zuwachs von155 Nummern. An Diapositiven waren 6876 Nummern vorhanden, was einenZuwachs von 209 Nummern bedeutet. Die Photothek muß sogut wie zur Gänzevon der Gesamtdotation des Museums erhalten und vergrößert werden, wasbeträchtliche Kosten bedeutet, die aber unvermeidlich sind, da die Bilddokumen-tation eben immer steigende Bedeutung besitzt. Die Bibliothek wurde wie imVorjahr von Herrn Wiss. Rat Dr. Emil Schneeweis geleitet, die Bear-beitung der Photothek oblag ebenfalls wie in den vorhergehenden Jahren HerrnHans Gruber.

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