Jahrgang 
75 (1972) / N.S. 26
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Gesellschaft" sind keine Bücher, wie man nach diesen Ausführungenmitunter glauben könnte. Und was der Satz An die 50 österreichischeVolkskundler dürften sich bisher in ihren Doktorarbeiten mit dem be-deutenden Volkskundler Johann Reinhardt Bünker befaßt haben", bedeu-ten soll, das weiß ich nicht. Vielleicht ist gemeint, daß ihn ab und zu einDissertant, den ich darauf hingewiesen habe, zitiert hat? Das ist aberdoch etwas anderes. Aber freilich kennt die Verfasserin die Verhältnisseoffenbar überhaupt schlecht, und glaubt, daß Ödenburg im Burgenlandliegt( S. 46), was nun doch nicht stimmt. Auch der Satz 1894 wurde erin Ödenburg in Slöjd ausgebildet"( S. 48) ist mir leider nicht verständ-lich. Da nimmt es nicht wunder, wenn auch die Literaturangaben zu demKapitel Bünker" etwas fehlerhaft sind.

Nichtsdestoweniger ist das Büchlein gut gemeint, und wird, wennman es bei einer Neuauflage etwas verbessert, seine Dienste tun. LesbareBiographien jener Männer und Frauen, die einstmals unsere Volkskundeaufgebaut haben, wären uns an sich immer willkommen, und würdenfür die von uns angestrebte Volkskundliche Bildung" durchaus vonNutzen sein.Leopold Schmidt

Gerla Rohm, Die Oberpfalz im Bild. Regensburg 1971, Verlag Fried-rich Pustet. 16 Seiten Text, 128 Bildseiten. DM 9,80.

Ein bescheiden anmutendes, vor allem für die Schulen gedachtesBändchen über unsere nordwestliche Nachbarlandschaft. Blättert manden reichen Bildteil durch, wird man sehen, daß die Zeugnisse der altenVolkskultur recht gut vertreten sind: Steinkreuze, Totenbretter, Haus-formen von beachtlicher Vielfalt, Wallfahrtskirchen und-kapellen,Möbel, Trachten, Brotbacken und einige Epitaphe mit kostümgeschicht-lich wichtigen Darstellungen. Auch in so volkstümlichen Bänden findensich immer bemerkenswerte Einzelstücke: So etwa eine reliefierte Grab-platte von 1585, in Eschenbach, mit Darstellung bäuerlicher Arbeiten( 91) oder die Malereien an der Decke der Friedhofskapelle von Wondrebmit den Totentanzbildern, um 1670( 122). Nicht vergessen sind der Fur-ther Drachenstich( 60) und das Oberpfälzer Bauernmuseum in Per-schen( 22).Leopold Schmidt

Max Rieple, Schwarzwaldstraßen, Schwarzwaldtäler. Bildband mit120 Seiten, davon 73 Seiten Bilder, davon wieder 3 Seiten farbig, und2 Übersichtskarten. Karlsruhe 1972, Badenia Verlag. DM 22,.Der bekannte Schriftsteller Max Rieple, ein vorzüglicher Kenner sei-nes Landes, legt hier einen sehr schönen Bildband über den Schwarz-wald vor. Über das herrliche Land gibt es nicht wenig Literatur, unddennoch sind so gute Bildbände, die auch knappe sachliche Texte brin-gen, immer willkommen.

Der Band bringt außer Bildern der Landschaft, der Städte, Märkte,Dörfer, Schlösser, Ruinen, Kirchen usw. auch nicht wenige Darstellungenvon landschaftlich eingebetteten Kulturerscheinungen, die uns inter-essieren. So beispielsweise Bilder der schönen Fachwerkbauten in Dorn-stetten( 17) wie in Gengenbach( 47), Bilder von Hochschwarzwaldhäusernetwa im Steinenbachtal( 52), im Bregtal( 59), und selbstverständlich eineAufnahme des museal gepflegten Vogtsbauernhofes bei Gutach( 51) so-wie eine Innenaufnahme vom Hüsli bei Rothaus( 87), worüber voreiniger Zeit Alice Schulte bei uns berichtet hat. Ein Gegenstück dazubietet die Innenaufnahme aus dem Hebel- Haus in Hausen( 97). Die typi-

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