Jahrgang 
75 (1972) / N.S. 26
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Rathaus war festlich geschmückt mit dem Emblem des EuropäischenKnappentages, mit der österreichischen Staatsfahne Rot- Weiß- Rot, denBergmannsfarben Schwarz- Grün sowie mit dem BergmannszeichenSchlägel und Eisen. Auf der Ehrentribüne hatte der Bundesminister,die Landeshauptleute, Bürgermeister Posch und viele andere Hono-ratioren teilgenommen. Mehr als 10.000 Zuschauer jubelten dem Aufzugzu. Etwa 1300 Bergknappen mit 14 Musikkapellen, teils in der schwarzenBergmannstracht, teils in der weißen Maximilianischen Tracht oder inbunter Bergmannskleidung, so insbesondere aus Frankreich, Belgienund Holland, zogen mit klingendem Spiel mit ihren Fahnen in derbunten Vielfalt ihrer Uniformen an der Ehrentribüne vor dem LeobenerRathaus vorbei, von der Minister Staribacher die Parade abnahm.Nach den großen Bergparaden vom Jahr 1765- Aufenthalt der KaiserinMaria Theresia in Leoben und 1856 Kaiser Franz Josef- wardiese Parade gewiß die bedeutendste in der reichen bergmännischenKulturgeschichte der obersteirischen Montanstadt Leoben.

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Ein besonderes Wort kann noch der Festschrift gewidmet werden.Die anläßlich des Bergbautages( April 1972) in Baden vom Fachverbandder Bergwerke und eisenerzeugenden Industrie zusammengestellteFestschrift Österreichs Berg- und Hüttenwesen in Gegenwart undVergangenheit" war mit Grußworten der Protektoren und einem Nach-wort über die Europäische Knappenunion sowie die Bedeutung derStadt Leoben, des Graphitbergbaus Kaisersberg und die Geschichte desUniformiertenverbandes des Graphitbergbaus Kaisersberg erweitertworden. Beiträge in dieser Festschrift von den Professoren G. Fett-weis, H. Trenkler, M. Lorbach sowie aus der Feder andererMitarbeiter geben ein eindrucksvolles Bild über den derzeitigen tech-nischen und wirtschaftlichen Stand des Bergbaus und Hüttenwesens inÖsterreich, wobei mehrfach auf den hohen Leistungsmaßstab- selbstinternational gesehen hingewiesen werden konnte. Die Festschrift"der Knappen- Union stellt somit für das Gastgeberland und für dieösterreichischen Montanindustrie eine gute Visitenkarte" dar. AuchUniv.- Prof. Hofrat Dr. Leopold Schmidt war mit einem Beitragüber den Knappenaltar von Flitschl" in dieser Festschrift vertreten.

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Abschließend darf gesagt werden: Dem UniformiertenverbandKaisersberg und Bürgermeister Posch der Stadt Leoben sind vollerDank und hohe Anerkennung dafür zu sagen, daß ein Fest großen Aus-maßes vorbildlich organisiert und in die Mauern der Stadt Leobengebracht werden konnte. Dem Ansehen der Berg- und HüttenindustrieÖsterreichs und seiner Arbeiter, Steiger, Meister und Ingenieure istdamit ein positiver Akzent gesetzt worden, der nicht nur im InlandBeachtung verdienen möchte, sondern auch im Ausland eine unein-geschränkte Beachtung fand.F. Kirnbauer

Gertrud Wimmer- Brunner, Lambach, zum Gedenken

Am 27. März dieses Jahres verstarb in Lambach, Oberösterreich,85jährig Frau Gertrud Wimmer- Brunner, der in mehrfacher Weise ge-bührt, ein Gedächtniskränzlein aufs Grab gelegt zu werden.

1920 wies die damalige Wiener Zeitschrift für Volkskunde mitbesonderer Freude und lebhaftem Interesse" auf die trefflichen Arbei-ten einer jungen oberösterreichischen Künstlerin, Fräulein GertrudBrunner in Lambach" hin, die in zeitgerechter Fortbildung der boden-ständigen Volkskunst" schon damals seit Jahren erfolgreich Möbel

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