Die im allgemeinen bekanntesten Fachleute der betreffenden Ge-biete haben jeweils ihren Beitrag beigesteuert. Bringéus selbst behandelt,nach einer abgrenzenden Einleitung die landwirtschaftliche Arbeit unddie dabei verwendeten Geräte, vom Säekorb bis zur Windmühle. MatyasSzabo stellt die Viehhaltung vor, bis zum Melken und Schweine-schlachten. Gösta Berg gibt einen Überblick über die Jagd, einschließ-lich Netzjagd, Fallentypen usw. Nils Nilsson beschäftigt sich mit derFischerei, vom Fischspeer bis zum Zugnetz. Die Waldarbeit einschließlichder Köhlerei wird von Göran Rosander behandelt. Einen Überblicküber das alte Handwerk gibt Phebe Fellström, wobei Erscheinungenam Rande des Handwerks wie die Korbflechterei miteinbezogen er-scheinen. Gertrud Grenander- Nyberg behandelt die Textilien,von der Flachsfasergewinnung bis zur Klöppelspitze und zur Teppich-wirkerei. Die Kleider selbst werden von Anna- Maya Nylen behandelt, mit Heranziehung alter schwedischer Trachtenbilder. Den bäuer-lichen Hausbau hat Bringéus übernommen, vom bäuerlichen Block-bau bis zum auch aus Holz erstellten Gutshof. Kärtchen und Grundrisseerläutern die Darstellung. Die Inneneinrichtung des Hauses schildertMaj Nodermann- Hedquist, wobei die ganzen Stubeneinrichtun-gen wie die einzelnen Möbel behandelt erscheinen. Die immer wieder-kehrenden Schmuckmotive auch in der schwedischen Volkskunst werdenim Abschnitt„ Ornament und Dekor" von Sigfrid Svensson dargetan.Eine knappe Zusammenfassung, über die sonst eingehaltenen Fach- undFunktionsbereiche hinaus, wie dies eben bei der bildenden Volkskunstnun einmal kaum anders möglich ist. In seinem dritten Beitrag indiesem Band behandelt Bringéus Essen und Trinken und die dabeiverwendeten Geräte. Das ist ein sonst zu wenig ausgeschöpftes Gebiet,man wird sich ihm sicherlich auch anderwärts noch zu widmen haben.Mit den Transportgeräten zu Land beschäftigt sich Jonas Frykman,wobei Schneereifen, Schleifen und Schlitten nicht zu kurz kommen. UndNils Nilson endlich hat die Boote als Transportgeräte zu Wasserdargestellt.
Man sieht, es sind wohlbekannte Gebiete der schwedischen Volks-kunde, und ältere Meister des Faches wie Sigfrid Svensson oder GöstaBerg, die auch an diesem Band noch mitarbeiten, haben über so manchesTeilgebiet bereits größere Arbeiten vorgelegt. Der Band kann, mit seineninstruktiven Bildern, seinen Verbreitungskärtchen, seinen zu jedem Ab-schnitt eigens beigegebenen Literaturverzeichnissen, als ein knappesHandbuch über dieses Gebiet gelten.Leopold Schmidt
Gerd Heinz- Mohr, Lexikon der Symbole. Bilder und Zeichen derchristlichen Kunst. 320 Seiten. Düsseldorf 1971, Eugen DiederichsVerlag. DM 29,-.
Bücher wie das vorliegende nimmt man, wenn kein bekannterAutorenname das Unternehmen deckt, mit einem gewissen Bangen indie Hand. Es ist beinahe Mode geworden, daß jeder größere Verlag einikonographisches Handbuch herausbringt, da kann es der DiederichsVerlag natürlich auch nicht lassen. Er hat übrigens vor mehr als einemhalben Jahrhundert auch ein ähnliches Büchlein, M. Liefmann, Kunstund Heilige, Ein ikonographisches Handbuch zur Erklärung der Werkeder Kunst( 1912), herausgebracht, und es war leider keines von denen,die ihren Wert behalten hätten.
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