Jahrgang 
73 (1970) / N.S. 24
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nenden steinernen Wegkreuze von André Munck( Les croix ruralesdans l'art populaire religieux du Sundgau, S. 283-295) und Jean- MarieJanot( La croix de Combrimont/ Vosges, 1681", S. 297-302). LetztereStudie ist deshalb besonders erwähnenswert, da es dem Verfasser mög-lich war, den archivarischen Kontrakt zwischen dem Stifter und dembeauftragten Steinmetz zu erbringen. Mit der Registrierung von länd-lichen Kapellen hat sich Paul Stintzi( Chapelles du Sundgau",S. 273-281) und mit der Erhellung der Ursprungsgeschichte der nebenMarienthal und Neunkirch bekanntesten unterelsässischen Marienwall-fahrt Monswiller( Mirakelbuch von 1684) Alphonse Wollbrett befaßt( ,, Les premiers siècles du pèlerinage de Monswiller", S. 303319).

Mitteilungen über das Arbeitsgerät aus dem Bereich des Weinbausenthalten die Beiträge von Christian Wolff für das Elsaß( Quelquesaspects de l'art populaire dans le vignoble alsacien, S. 107-121), wo diewirtschaftliche Blüte der Weinorte im 16. Jahrhundert zu einer mäch-tigen Entfaltung der Dorfarchitektur, Plastik und künstlerischen Aus-gestaltung des Geräte führte, und von Ketty Van Gennep für dieChampagne( Outillages en usage chez les vignerons et cavistes de laMarne champenoise à la fin du XIXe siècle", S. 241-245). Der berühmten,in ihren Ursprüngen klösterlichen Erzeugung des lothringischen⟫Gérômé-Käses aus der Gegend von Gérardmer ist die Darstellung vonJean Grossier La fabrication domestique du fromage dans les mon-tagnes de Lorraine, S. 423-430) gewidmet, wobei auf die einzelnenArbeitsvorgänge eingegangen wird; in der auffälligen Gleichartigkeitdes in der Käserei verwendeten Gerätes z. B. mit den alpenländischenFormen läßt sich wohl das Nachwirken der weitgehend einheitlichenklösterlichen Wirtschaft des Mittelalters und der frühen Neuzeit er-kennen.

Aus dem Rahmen dieses reichhaltigen Volkskunstbandes fallen diean sich guten Beiträge über den elsässischen Pfingstbrauch des in einemgrünen Käfig verborgenen Pfingstpflitter"( Roger Henninger, LePfingstpfletteri de Soultzbach- les- Bains", S. 261-272) und über die archi-valisch nachweisbaren Freudenfeuer und Feuerbräuche im Münstertal( Robert Schmitt, Les Feux de joie au XVIIIe siècle à Munster",S. 419-422) heraus.

In einem einzigen Beitrag wird der Versuch gewagt, die Elementeder Volkskunst zur Herausarbeitung der Personalität einer Landschaft,in diesem Fall eines esprit mâconnais, dienstbar zu machen. EmileMagnien( Le particularisme mâconnais dans l'art populaire", S. 141bis 149) nähert sich seiner Fragestellung über die kulturräumliche Glie-derung von Sprache, Hausformen, Möbel, Tracht usw., die in der Tateine Sonderstellung der Landschaft des Maconnais innerhalb Burgundsergeben.

Sämtliche Beiträge sind reich bebildert sowie mit schematischenZeichnungen versehen.Klaus Beitl

Joseph Lefftz, Das Volkslied im Elsaß. Dritter Band. Lieder vonder Liebe Lust und Leid, vom Hochzeitmachen und Eheleben.404 Seiten, mit Melodien, Federzeichnungen von Pierre Nuss. Colmar-Paris- Freiburg 1969, Editions Alsatia. Ausgeliefert durch Bärenreiter-Verlag KasseĬ.

Das große, schöne Werk wächst verhältnismäßig rasch weiter. Mankann es nur begrüßen, daß Lefftz es auch heute noch, im hohen Alter,zuwegebringt, die Bände in so rascher Folge herauszubringen und da-

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