Jahrgang 
73 (1970) / N.S. 24
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Zieglers Jakob Kenzel aus öffentlichen und privaten Sammlungenzusammengetragen und analysiert( Dekor, Inschriften, Datierungen);im Annex zu dieser Studie befindet sich ein vollständiger Katalog derverzierten Ziegel des Meisters Kenzel.

In das Innere des Hauses führen die Beiträge über dieWohnstube der Sundgauhäuser von Ch. Voegelé( La chambre d'habi-tation du Sundgau", S. 133-139), wobei der Verfasser abgesehen vonder Heizung( Kachelofen mit Kunscht), von den Möbeln und denAlkoven auch auf den Stubenschmuck( religiöse Andachts- und persön-liche Erinnerungsgegenstände), insbesondere den Wandschmuck( reli-giöse Bilder: populäre Stiche, Farblithographien, Hinterglasbilder,Wachsbilder; Agatha- Bilder; Kommunionzettel; Kalligramme) eingehendzu sprechen kommt. Einen Sonderfall stellt das dilettantisch mit ver-schiedenen religiösen Motiven( Heiligen- und Sakramentsdarstellungen)1851-1842 gemalte Stubengetäfel eines kleinen Bauernhauses in Jettingen( Sundgau) dar, das Martine Stahl- Weber( Peintures naïves deJettingen/ Haut- Rhin", S. 123-131) ausführlich beschreibt. Eigene Möbel-Beiträge sind nicht zu verzeichnen; nur Einzelstücke finden gelegentlichErwähnung, wie etwa eine biedermeierliche Melichbank( Truhenbankzur Aufbewahrung der Milchgefäße), die Roger Henninger unter denNeuerwerbungen seines Museums anführt( Quelques acquisitions etdons récents au Musée Alsacien de Strasbourg", S. 247-253). Mit einemKleinmöbel, einem sogenannten ,, Wismutkästchen", beschäftigt sichA. M. Burg( Un coffret de parade du Musée de Haguenau, S. 238-240).Verschiedene Gruppen von Hausgeräten werden in dem mehrfeuilletonistischen Beitrag von André Jacquemin über altes Kamin-gerät( ,, La cuisine à l'âtre en Lorraine, S. 151-159), in der Zusammen-stellung von gußeisernen Ofenplatten aus der Sammlung des Museumin Metz von Françoise Brunet( ,, Les taques de cheminées à caractèrepopulaire du Musée de Metz", S. 227-235) angesprochen. In das weiteFeld volkstümlicher Keramik leitet die Behandlung von zwei Ofen-kachelmodeln des 16. Jahrhunderts über, die Gérald Collot einer bisherunbekannten Werkstatt in Metz zuschreibt( Une officine de poêles enterre vernissée au début du XVIe siècle à Metz", S. 189-192). MarcelLutz, der in mehreren Publikationen sich als Spezialist für Keramikausgewiesen hat, analysiert einen bedeutenden Saarburger Bodenfundaus der Zeitgeschichte von 1636; es handelt sich um Reste von Gefäßen,durchwegs glasierte Hafnerware, und Ofenkacheln, die eine selbständigeGruppe zwischen den örtlichen Erzeugnissen des 14. Jahrhunderts undder Fayence des 18. Jahrhunderts( Niderwiller) darstellt( La céramiquedu XVIIe siècle à Sarrebourg", S. 161–171). Dem späten 18. Jahrhundertgehören dagegen die 1967 aus einem Brunnen zutage geförderten Restebemalter und glasierter Hafnerware der Freigrafschaft( Yves Jeannin,,, Poterie vernissée trouvée à Mathay/ Doubs", S. 213–218). Typen wie dietönernen Dreifußtöpfe und die krötenförmigen Backformen aus Tonbehandeln Gérald Collot( ,, Le tripode en terre vernisée. Permanenced'une forme d'art populaire du Moyen Age à l'époqie moderne", S. 173bis 188) und Roger Henninger( Au sujet de trois moules en formede crapaud", S. 255-260). Während Collot die Persistenz der dreifüßigenTonkopftöpfe, deren Form vom Glockenspeishafen übernommen wordenist, an Hand künstlerischer Bildzeugnisse nachweisen kann, verliert sichHenninger bei der Interpretation der tiergestaltigen Gebäckformen inweitführende Spekulationen, die in den drei gegebenen Objekten in derSammlung des Straßburger Museums eine sicherlich zu schmale Grund-

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