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73 (1970) / N.S. 24
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ner Zitta), Handwerksburschenwege( Gustav Otruba), Raststätten undGaststätten im Burgenland( Harald Prickler), Flößerei in Österreich( Helmut Simmler), Der Funktionswandel der Dorfstraßen( Gustav Holz-mann) man wird die Fülle der Anregungen kaum für möglich halten,die sich aus diesen klug ausgewählten und meistens sehr anschaulichdargebotenen Kurzbeiträgen ergeben.

Ähnlich steht es aber auch beim Jahrbuch 1970, das zunächst mitseinem Thema Paläste und Bürgerhäuser" kaum etwas Volkskundlichesverspricht. Aber dann liest man: Matrei am Brenner, Das Gasthaus zurUhr( Franz Caramelle), Wiener Neustadt, Laubenhäuser am Hauptplatz.( Gertrud Gerhartl), Steyr: Das Bummerlhaus( Josef Ofner), Aussee, DasHofer- Haus( Reiner Puschnig), Eggenburg, Sgraffitohaus( Kurt Frisch-auf), Krems, Das große Sgraffitohaus( Harry Kühnel), Perg, Seifensieder-haus( Rudolf Zach), Weyer, Prevenhueberhaus( Werner Kortschak), Pur-bach, Das Haus Fasching( Walther Brauneis), Dornbirn, Das Rote Haus"( Paula Büchele), Breitenbrunn, Häuserzeile Prangerstraße( Peter Swit-talek), Wien, Haus Zum Basilisken"( Ernst Bacher), Vandans, Inner-vens, Das Barbisch- Haus( Wolfgang Rusch), Mörbisch am See, Haupt-straße( Walther Brauneis), und viele andere Beiträge auch, und manweiß, daß man auch diesen Band nicht wird entbehren oder übersehenkönnen.

Die nun schon stattlich lange Reihe dieser Notring- Jahrbücher sollalso auch von uns gewertet und empfohlen werden, sie bringt praktischfast in jedem Jahr Beiträge zur Volkskunde, die noch dazu immer mitviel Bedacht gut illustriert sind, und daher sicherlich zur weiterenKenntnisnahme unseres reichen und schönen Gebietes beitragen.

Leopold Schmidt

Art populaire de la France de l'Est. Recueil d'études publié sous ladirection de Adolphe Riff. Avant- Propos de Georges Livet. Stras-bourg- Paris, Librairie Istra, 1969. 432 Seiten, zahlreiche Abbildungen.Die von Adolphe Riff, dem heute hochbetagten ehemaligen Direk-tor des Elsässischen Museums in Straßburg als Conservateur Honorairedes Musées de la Ville de Strasbourg, betreuten französischen Volks-kunst- Sammelbände erscheinen, wenn auch nicht periodisch, so doch inregelmäßigen Abständen: 1960 Art populaire de France"( vgl. RezensionÖZV XV/ 64, 1961, S. 143–144), 1963 Art populaire d'Alsace", 1965 Artpopulaire de Lorraine" und 1969 nun Art populaire de la France del'Est". Ihrer äußeren Gestalt und dem inneren Konzept nach schließendiese Sammelbände an das gleichfalls vom Herausgeber des vorliegen-den Bandes geleitete Jahrbuch L'art populaire en France" der Jahre1929 bis 1935 an. Man kann ruhig sagen, daß diese regelmäßigen Ver-öffentlichungen den immer noch nicht sehr leichten Zugang zur französi-schen volkskundlichen Forschung erweitern helfen. In den nahezu dreiDutzend Autoren des neuen Bandes begegnen wir vorwiegend heutetätigen Konservatoren und Archivaren der regionalen und lokalenMuseen und Sammlungen in Ostfrankreich, das heißt Lothringens, desElsaß und der Burgundischen Pforte. Kleinste Materialbeiträge stehenneben umfassenderen und methodisch einwandfreien Sachmonogra-phien. Behandelt werden durchwegs die klassischen Themen der Volks-kunst; nur vereinzelt werden neue Ansätze erkennbar, wie auch einestarke Introvertiertheit zu beobachten ist, die nur selten Blicke auf die

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