ausreifen, weil er sonst vom Wild( sehr wildreiche Gegend!) abge-fressen wird daher vor allem Vieh- und Almwirtschaft.
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Viel Heu braucht man als Wildfutter. Es wird auf, Hieflern'getrocknet. Zu den Futterkrippen kommen im Winter nur Reheund Hirsche, Gemsen nie. Um diesen Nahrung zukommen zu lassen,steckt der Förster auf langen Stangen Heubüschel in den Schnee.Jagd
Die Wälder um Erlaufboden gelten im allgemeinen als idealeJagdgründe und Reservate 33)., Zu Ägidi geht da Hirsch in's Grear'( 1. September). Bis anfangs November, also während seiner ganzenBrunftzeit, darf er geschossen werden, der Rehbock ab 15. Oktober.Dann ist die Gamsbrunft.
Erlegt ein Jagdgast ein kapitales Stück, feiern mit ihm, aufseine Kosten natürlich, alle Männer des Dorfes im Wirtshaus.
Allerheiligen, Allerseelen
Am Tag vorher richten die Katholischen aus Erlaufboden inAnnaberg ihre Gräber, die Protestanten in Mitterbach. Weil dieGräber mit viel Grünem geschmückt werden sollen, werden haupt-sächlich Latschen, Schradl, Immergrün, Schneerosenblätter, Alm-rausch und Zapfen verwendet. Der Priester weiht die Gräber unddann zündet man auf ihnen Lichter an.
Die Patenkinder und Kinder aus der Verwandtschaft bekommenden aus Germteig geflochtenen Striezl, in dem ein Geldstück steckt.Die Großen schenkt man den Patenkindern, und in manchen Häu-sern gibt man allen Kindern, die heischen gegen, kleine derartige Ge-bäcke 34). Daß die Kinder, wenn sie um ihren Striezl kommen,Sprüche aufsagen, erinnern sich die Leute in Erlaufboden nicht.Winter
Martini
Wenn auch nicht in dem Ausmaß wie im Weinviertel, hält manin Erlaufboden ebenfalls beim Martiniloben viel auf gutes Essenund Trinken.
Advent
Vor dem ersten Sonntag werden aus Tannenreisig oder Eibendie Adventkränze geflochten, dann befestigt man noch im Kranzvier Kerzen.
33) Schmidt, S. 247.
3) Burgstaller, a. a. O., S. 99:„ Patengeschenke in Gebäcksformsind vor allem zu Allerseelen und Ostern( und in Westösterreich manch-mal auch zu Weihnachten und Neujahr) üblich."
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