chen Möbeln aus Finnland war bisher verhältnismäßig wenig zu lesen,und an guten Abbildungen hat es auch gefehlt. Da schließt also das vor-liegende schöne Bildbuch eine Lücke. Es zeigt Abbildungen von Ge-brauchsmöbeln, von den altertümlichen Dreibeinhockern, den Pfosten-stühlen, den Kastentischen, bis zu den längs- oder querschwingendenWiegen und den bemalten Kästchen. Eintürige Almer sind ebenso ent-halten wie Klapptische, Tellerreme wie Gitterschränke für Käse, undan Verzierungen bieten sich ornamentale Kerbschnitzereien ebenso anwie figurale Reliefs, so der Schaukelstuhl mit der Adam- und Eva- Lehne,um 1800. Es gibt manche mittelalterlich anmutende Sonderformen wie dieTische mit den Knotenbeinen, über die Niilo Valonen einmal gearbeitethat, dann wieder bäuerliche Nachahmungen von Queen- Anne- Stühlen,aber auch Empire- Sofas, Standuhren kurz, eine ganze Sammlungvon Stücken, an denen man zeitliche und räumliche Möbelströmungenablesen kann.
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Das wäre alles noch viel instruktiver, wenn nicht der Text des Buchesfinnisch, und nur durch ein knappes englisches Resümee erschlossenwäre. Die Herkunft der Stücke aus den jeweiligen Museen ist angegeben,einschließlich der Maße. Literaturangaben dagegen fehlen leider. So läẞtsich nicht entnehmen, inwieweit man hier das„ Finnische" an den Möbelnvom offensichtlich„ Schwedischen" an ihnen abgrenzen will und kann,und was derlei naheliegenden Fragen mehr sind. Immerhin ein Gewinnauch für die volkskundliche Möbelforschung.
Leopold Schmidt
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