Jahrgang 
73 (1970) / N.S. 24
Einzelbild herunterladen
 

dern umschreiben eine aus allgemeinen Eindrücken, alten Nachrichten,Bildern usw. gewonnene Verbreitungsfeststellung. Auch der beigegebeneBilderbogen( Farbdrucke) zeigt, daß kein Zeitquerschnitt angestrebtwurde, sondern Trachten vom späten 18. Jahrhundert bis etwa zurGegenwart hier eingezeichnet erscheinen.

Damit ist das bisher verfolgte Atlasprinzip wohl einigermaßen durch-brochen. So sehr man Forschungskarten auch für Möbel, Trachten usw.schätzen wird, so gehören sie eigentlich in einen anderen Zusammen-hang und sind als Verbreitungsdarstellungen mit den anderen Atlaskar-ten nicht zu vergleichen. Man muß aber einstweilen warten, wie der-artige Ausnahmen von dem bisher befolgten Aufnahme- und Darstel-lungsprinzip im Kommentar erklärt werden. Leopold Schmidt

Jahrbuch des österreichischen Volksliedwerkes. Register zu den Bän-den 1-15( 1952-1966). Bearbeitet von Walter Deutsch und Ger-linde Hofer. Wien 1969. Herausgegeben vom ÖsterreichischenVolksliedwerk im Selbstverlag des Bundesministeriums für Unter-richt. S 120,--.

Die Zeitschrift Das deutsche Volkslied" erschien seit dem Jahre1899 durch 50 Jahre als Organ des Deutschen Volksgesang- Vereines Wien.Diese 50 Jahrgänge sind eine Fundgrube für das Volkslied, die Volks-musik und den Volkstanz. Doch waren durch die Bindung an den Vereinund das Erscheinen in 10 dünnen Monatsheften Grenzen gesetzt. Größerewissenschaftliche Beiträge waren daher selten und durch Aufteilung inmehrere Fortsetzungen unübersichtlich. Als nach dem 2. Weltkrieg dieFrage nach dem Weiterleben der Zeitschrift entschieden werden sollte,entschloß man sich daher, an Stelle der Zeitschrift ein Jahrbuch erschei-nen zu lassen, für welches die zentrale Stelle der Volksliedforschung inÖsterreich, das Österreichische Volksliedwerk, als Herausgeber zeichnensollte.

Seit dem Jahre 1952 erscheint dieses Jahrbuch und brachte bishermit immer zunehmender Seitenzahl sehr beachtliche Fachbeiträge undkritische Literaturberichte. Um den wertvollen Inhalt für weitere For-schungen leichter zugänglich zu machen, regte Karl M. Klier die Anlageeines Generalregisters an. Anläßlich des Jubiläumsjahres der österrei-chischen Volksliedforschung 1819( Erscheinen der ÖsterreichischenVolkslieder mit ihren Singweisen, gesammelt von F. Tschischka undJ. M. Schottky) bis 1969_ kann nun dank der Arbeit von Walter Deutschund seiner Helfer und der Unterstützung durch das Bundesministeriumfür Unterricht der Registerband über die Bände 1-15 des Jahrbucheserscheinen.

Das Register ist so vielseitig gegliedert, daß jeder Benützer zufrie-dengestellt werden kann. Die ersten vier Verzeichnisse sind den Per-sonen gewidmet.

1. Mitarbeiter- enthält die Verfasser der Beiträge.

2. Namensverzeichnis enthält alle in den Beiträgen angeführten

Namen.

3. Biographisches

Beiträge über Persönlichkeiten, anläßlich eines

Geburtstages, einer Ehrung oder ihres Ablebens.

4. Gewährsleute- Überlieferer der Lieder, Musikstücke und Tänze.Bei diesen Namensverzeichnissen fällt auf, daß Stu... vor Str...gereiht sind.

68