ministeriums für Unterricht, Sektionsrat Dr. Carl Blaha, die Ausstellung,, Alte Weihnachtskrippen aus dem Sudeten- und Beskidenraum" eröffnet.Die Ausstellung war die zweite in der geplanten Sonderausstellungsreihe„ Aus der Volkskultur der Ost- und Südostgebiete der ehemaligen Donau-monarchie" und wurde wie die erste dieser Ausstellungen von KustosDr. Adolf Mais aus den für gewöhnlich deponierten Beständen desMuseums zusammengestellt. Zur Ausstellung erschien der gleichnamigeKatalog( Wien 1969, 33 Seiten, S 10,-).Schdt.
Museumseröffnung in Stegersbach
( Mit 2 Abbildungen)
Das Burgenländische Landesmuseum lud am 10. Oktober 1969 zurEinweihung und feierlichen Eröffnung des„ Landschaftsmuseums süd-liches Burgenland" in Stegersbach ein. Im 1. Stock des restauriertenKastells ist neben Geologie, Biologie, Archäologie und Geschichte in dreiRäumen als Schwerpunkt eine beachtenswerte volkskundliche Samm-lung zur Schau gestellt. Der Gedanke eines Heimatmuseums und einekleine Sammlung bestand schon früher, nun wurde diese durch Objektedes Burgenländischen Landesmuseums beträchtlich erweitert und derPlan eines zentralen Museums für die drei südburgenländischen BezirkeOberwart, Güssing und Jennersdorf in Zusammenarbeit von Landes-museum und örtlichen Stellen verwirklicht.
Bescheiden bemaltes Bauernmobiliar gibt den Eindruck ländlichenWohnens wieder, eine reiche Geräteauswahl ermöglicht einen Einblickin altertümliches Arbeits- und Wirtschaftsleben. Pflug und Egge sindebenso vertreten wie Flachsbearbeitungsgerät und Webstuhl, Keramik,Herd- und Ofengerät, ein mächtiger Vorratskorb für Getreide in Stroh-wulsttechnik mit dazugehörigem, in der gleichen Technik geflochtenemFülltrichter. Beachtenswert ist auch die Sammlung von Trachten undTrachtenstücken. Eine instruktive Ergänzung finden die Exponate durchFotoserien und Karten. Sämtliche Objekte sind in einem gut präparier-ten und restaurierten Zustand.
Vom museologischen Standpunkt verdienen die Vitrinen und Unter-sätze hervorgehoben zu werden, die gerade im Hinblick auf größerejugendliche Besuchergruppen und auf die Bodenreinigung fuẞfrei kon-struiert wurden. Trotz ihrer Festigkeit wirken sie schwerelos; vor derneutralen Rohleinenbespannung kommen die Exponate gut zur Geltung.
Da wir über das Südburgenland noch immer recht wenig wissen,muß gesagt werden, daß das neue Museum nicht nur dem Südburgen-land selbst, sondern auch der wissenschaftlichen Volkskunde im gesam-ten ein Geschenk ist, für das wir danken dürfen. Gerade die Verbindungmit den anderen Schauräumen gibt ein Gesamtbild von Natur und Kul-tur, das zugleich schön und lehrreich ist.
Die Aufstellung wurde von den Beamten des Burgenländischen Lan-desmuseums vorgenommen, die Volkskunde von Gertraude Suda be-treut. Mit der Herausgabe eines Kataloges soll derzeit zugewartet wer-den, da die Besucherfrequenz noch nicht abgeschätzt werden kann. Eingraphisch ansprechendes Plakat, das sich das Äußere des Kastells mitseinem Spätrenaissance- Arkadengang und zwei als Wahrzeichen desMuseums aufgestellte Mooreichenstämme zum Vorwurf genommen hat,wirbt um die Besucher.
Das Museum wird von Ostern bis Ende Oktober zwischen 9 und 12sowie 13 und 17 Uhr zugänglich sein. Maria Kundegraber
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