wülste aufwiesen. Diese Wülste entstehen, wenn am lebenden Holzschraubenförmige Einschnitte angebracht werden. Im weiterenWachstum bilden sich dort Narbenwülste aus. In späterer Zeit be-nützte man einfache Haselstecken, auf denen die Höhe des Tieres,zu dem ein anderes dazugekauft werden sollte, durch eine Kerbemarkiert war. Es gibt auch ein eigenes Viehmaẞ band, einLeinenmaßband von 15 mm Breite und einer Länge von 2,11 Meter.Diese Länge kommt daher, weil die alten Bänder in 20 Faust unter-teilt sind. Gemessen wird die Höhe vom Vorderfuß zum Widerrist.
In die mittlere öffnung des Joches wird die Jochwied ein-gehängt, in die Bügel der Wied das Ziederende eingeschoben undmit dem Jochnagel befestigt. Der Jochnagel ist ein Eisenstift,der etwa in der Mitte einen Bund hat. Er wird so in das Loch des
Abb. 2: Einhängen der Wied
Zieders gesteckt, daß beim Ziehen die Bügel der Wied daran Haltfinden. Beim Zurückhalten eines Wagens stützt sich das Joch aufden oberen Nagelteil ab. Noch vor wenigen Jahrzehnten wurdenWied und Jochnagel aus Holz gefertigt. Die Jochwied war ausHaselgerten zusammengedreht. Dazu mußten die Gerten erhitzt,,, gebäht", werden. Man verwendete diese Geräte zum„ Zama“ derTiere, da sie nicht so schwer wie eiserne waren.
Die Öffnung in der Mitte des Joches hat zwei Wülste bzw. dreiRasten für die Wied( Abb. 2). Werden die äußeren Rasten benützt,das heißt wird die Wied symmetrisch eingehängt, sind die Hebel-arme für die beiden Zugtiere gleich. Wird die Wied unsymmetrischeingehängt, verschiebt sich die Mittellinie des Zieders und durchdiese Änderung der Hebelarme am Joch, wird das eine Tier mehrals das andere belastet. Man kann so Rücksicht auf die Stärke derTiere nehmen. Wenn eines stärker ist,„ gibt man ihm d' Wied". AmJoch ist ein etwa 60 cm langer Strick befestigt, der zum„ Weisen“.der Tiere dient. Zum Antreiben gehört die Peitsche, ein Hasel-
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