Jahrgang 
73 (1970) / N.S. 24
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Die Pichl- Mühle in der Loich

Vom Getreide zum Brot.

Katalog und Bemerkungen zu den Musealobjekten in derPichl- Mühle, Loich, Niederösterreich.

( Mit Abbildungen)

Von Franz und Gerhard Maresch

Die Pichl- Mühle, die 1967 in den Bestand der Heimatstube inder Loich übernommen werden konnte, ist die letzte der kleinenHausmühlen, von denen noch vor wenigen Jahrzehnten neun amLoichbach und in dessen Seitengräben standen. Die Mühle gehörtezum Bauernhof Pichl und steht gleich neben der Straße am Loich-bach, in den eine kleine Wehr eingebaut wurde, von der ein mitLärchenbohlen ausgelegter Mühlgraben zum Mühlrad führt.

Die Mühle wurde um die Jahrhundertwende erbaut. Mit derZeit kam es zu vielfachen Erneuerungen, so daß heute vom altenBlockbau nur mehr Reste erhalten sind. Zum letzten Male standsie 1960 in Betrieb, wurde damals aber nur mehr zum Schrotenbenützt. Bei der Übernahme im Jahre 1967 erwies sie sich als sehrbaufällig, es war aber doch möglich, das Gebäude zu erhalten unddie alte Mühleneinrichtung an Ort und Stelle zu belassen.

In der an die Mühle angebauten Müllerkammer konnte in Er-gänzung zur Müllerei das Gerät für den Getreidebau und für dieBrotbereitung untergebracht werden. Der Aufgabenstellung derLoicher Sammlung entsprechend liegt das Schwergewicht der Dar-stellung auf der Technologie und es wurde auch nicht nur einezufällige Auswahl von Objekten erfaßt, sondern alles, was in demLandschaftsbereich bei den hier behandelten ArbeitsverrichtungenVerwendung fand.

Feldbestellung

Zum Pflügen wurde im Bergland der Doppelpflug ver-wendet. Es ist dies ein Pflug mit zwei um 90° versetzten Pflugkör-pern. Dadurch ist es möglich, die Pflugkörper abwechselnd so einzu-setzen, daß die Schollen in nebeneinanderliegenden Furchen immernach einer Seite gestürzt werden.

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