Jahrgang 
72 (1969) / N.S. 23
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Gleich dem Heissig'schen Andachtsbild zeigt noch ein zweites( Abb. 10), nicht signiertes Bild( beide in der Sammlung Dr. Mat-thias Mayr) ein mit der Giebelfront der Kirche zugekehrtes ein-stöckiges Gebäude mit einem eingezäunten Vorplatz rechts desWeges. Zwischen diesem Haus und der Kirche steht noch einekleine( Holz-) Hütte und der Kirche zugekehrt ein Röhrenbrun-nen mit( Holz-) Trog, eine Form, wie sie heute noch bei jedemBauernhof der Gegend angetroffen werden kann. Man wird wohlkaum fehlgehen, wenn man dieses, der Kirche gegenüber liegendeHaus als den Vorläufer des heutigen Waldwirtshauses" an-spricht, das nach dem Neubau der Kirche neben der jetzigen Paẞ-Thurn- Straße wieder errichtet wurde. Das Gebäude hatte allemAnschein nach eine Ost- West- Erstreckung, u. zw. in RichtungTrattenbach. Da der eingezäunte Vorplatz wohl für bestimmteZwecke abgegrenzt wurde, kann der bei einem Gasthausbetriebanfallende Abraum nur hinter dem Haus deponiert worden sein.Diesem Küchenabfallhaufen nun, einem echten Kjökkenmödding,entstammen die von G. Jöchl beim Holzziehen freigelegten undvon ihm gesammelten Scherben; auch von uns wurde er an dieserStelle am 21. 8. 1964 angeschnitten, um einen weiteren Einblick inseinen Aufbau zu gewinnen. Er besteht aus einer dunklen, fetti-gen Erde mit organischen Resten( Tierknochen) und einem über-aus reichen Kulturinhalt von keramischen Resten, von Ofen-kacheln und von zerbrochenen Gläsern. Da der in etwa zweistün-diger Arbeitszeit hergestellte Aufschluß zu klein war, konnte einestratigraphische Aufgliederung nicht beobachtet werden, dochüberraschte die verhältnismäßig reiche Fundmenge. Sie wurde imInstitut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien präpa-riert, wo sie auch noch zur Zeit aufbewahrt wird.

2. Das Fundgut aus dem Küchenabfallhaufen.

Es besteht aus keramischem Material und aus Gläserresten.Das keramische Material wieder umfaßt zahlreiche Gefäßresteund Bruchstücke von Ofenteilen.

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Die Gefäßreste von Gebrauchsgeschirr stammendnen in die folgenden Warengattungen gegliedert werden:Reste der Schwarzhafnerei, der Gelbhafnerei, der innen gla-sierten Schwarzhafnerei, der innen glasierten Gelbhafnerei,der außen glasierten Gelbhafnerei, der innen und außen gla-sierten Gelbhafnerei und der Weißhafnerei; als Sonderformist noch eine Reibschale anzufügen.

Neben den Resten von Gebrauchsgeschirr gibt es noch solchevon Schmelztiegeln.

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