DDDr. Mayer bereits von Dr. Johannes Neuhardt unterstützt, der nachdem Willen des nunmehr Verewigten das große Werk fortführen soll.DDDr. Mayers durch Druck veröffentlichte Schriften umfassen weitüber dreitausend Druckseiten. Sie beruhen größtenteils auf pri-märem Quellenmaterial und sind durch eine bewunderungswürdigeVielseitigkeit der behandelten Gegenstände charakterisiert. Neben derPfarr- und Kirchengeschichte bezieht der gelehrte Pfarrher auch dieSiedlungsgeschichte, dann vor allem die Kunsthistorie und Volkskulturein. Probleme der Wirtschafts- und Rechtsgeschichte werden gleich-falls mit einbezogen. DDDr. Mayer hat das oft sehr ausgebreitete ein-schlägige Schrifttum in staunenswerter Weise überblickt und beherrscht.Dies ist umso bewundernswerter, als er ja meist fern von größerenBibliotheken gearbeitet hat und seine Werke gewissermaßen nur imNebenberuf verfaßt hat. DDDr. Mayer war ein richtiger„ Unterländer",raschen Geistes, tatkräftig, beweglich. 1950 ehrte ihn die UniversitätInnsbruck durch Verleihung der Ehrenmitgliedschaft, 1960 durch dasEhrendoktorat der Staatswissenschaften. Das Land Tirol hat diesenseinen großen Sohn mit dem Ehrenzeichen ausgestattet, der Bund durchdie Zuerkennung des in diesem Falle besonders verdienten Berufstitels„ Professor". Es bleibt nur zu wünschen, daß DDDr. Mayers schon so weitgediehenes monumentales wissenschaftliches Lebenswerk„ Der TirolerAnteil im Geiste des Verstorbenen fortgeführt und vollendet werdenmöge.Nikolaus Grass
Volksmusikinstrumente der Balkanländer
Am 29. Juni fand die Eröffnung der Sonderausstellung„ Volksmusik-instrumente der Balkanländer" im Österreichischen Museum für Volks-kunde in Wien statt. Die Ausstellung, von Kustos Dr. Adolf Mais zu-sammengestellt und mit einem instruktiven Katalog versehen, soll dieerste in einer Reihe„ Aus der Volkskultur der Ost- und Südostgebieteder ehemaligen Donaumonarchie“ sein, die das reiche diesbezüglicheSammelgut des Museums in entsprechenden Proben darbieten wird.
Schdt.
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