Jahrgang 
72 (1969) / N.S. 23
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sich in ihrem LX. Jahrgang, Graz 1969, mit mehreren volkskundlichenBeiträgen ein, nämlich den folgenden: Karl Haiding, Fahrzeuge dessteirischen Ennsbereiches und des Ausseer Landes( mit 7 Abb.)( S. 173 ff.);Fritz Fahringer, Buttermodel als Minnegaben im steirischen Salz-kammergut( mit 8 Abb.)( S. 293 ff.). Und die stets nützlichen und lesens-werten Blätter für Heimatkunde enthalten in dem der Tagung dar-gebotenen Heft 2 des 43. Jahrganges, Graz 1969, folgende volkskundlichbelangreiche Artikel: Herwig Ebner, Fröhliches aus altem Papier( miteiner Volksliedaufzeichnung von 1660)( S. 40 ff.) und Fritz Fahringer,Böllerschießen in der Osternacht( mit Abb. von zahlreichen gesammel-ten Böllern)( S. 71 ff.).

Schließlich darf noch darauf hingewiesen werden, daß schon vor der10. Tagung der Bericht über den neunten österreichischen Histori-kertag in Linz" erschienen ist( Wien, Verband Österreichischer Ge-schichtsvereine, 1968), 248 Seiten stark. Er enthält u. a. die Referate unse-rer Sektion 6( S. 146-161), die der Most- und Weinbauvolkskunde gewid-met waren( Schmidt, Grünn, Lipp). Auch dies ein gutes Beispiel dafür,wie nützlich sich das nunmehr schon zwanzig Jahre dauernde Zusammen-wirken mit dem Verband österreichischer Geschichtsvereine immer wie-der gestaltet.Leopold Schmidt

Zur Neuaufstellung der Sammlung Edgar v. Spiegl, früher Volkskunde-museum Engleithen, im Schloß zu Linz.

In seiner Besprechung, Die Sammlung Edgar von Spiegl in Linz"( Ö. Ztschrft. f. Vkde., Bd. 71, Heft 4, S. 250), hat Leopold Schmidt be-dauert, daß sie nicht an ihrem ursprünglichen Standort Engleithen beiBad Ischl verbleiben konnte, zumal sie in ihrer neuen Widmungsstätte,dem Schloßmuseum zu Linz, den Rahmen der bisherigen auf das Landbeschränkten Bestände sprenge und erweitere. Das oberösterreichischeSalzkammergut hätte in Engleithen sein Volkskundemuseum gehabt,jetzt hätte es dieses verloren und das Schloßmuseum hätte auf der ande-ren Seite keine echte Bereicherung hinzugewonnen. Eigentlich hätte esdas Geschenk gar nicht annehmen dürfen. Diese das OberösterreichischeLandesmuseum doch sehr berührende Beurteilung beruht teilweise aufeiner Unkenntnis gewisser Voraussetzungen, teils auf einer die Aufgabeneines großen Landesmuseums doch zu einengenden Auffassung. Es seidaher in Ergänzung des oben erwähnten Berichtes auch der Standpunktdes Oberösterreichischen Landesmuseums_dargelegt.

Es unterliegt keinem Zweifel, daß der Verbleib der Sammlung Spieglim Salzkammergut selbst an sich sinnvoll gewesen wäre. Die Eigen-tümerin war daher Jahre hindurch intensiv bemüht, Lösungen in derRichtung zu finden und u. a. die Stadtgemeinde Bad Ischl zur geschenk-weisen Übernahme der Sammlung zu bewegen. Das Anerbieten scheitertean der mit der Schenkung verbundenen selbstverständlich erscheinendenAuflage der Aufsichtsverpflichtung, Wartung und Instandhaltung desvorhandenen kleinen Museumsgebäudes. Die Stadtgemeinde Bad Ischlerklärte sich aus finanziellen Erwägungen nicht imstande, die Samm-lung zu übernehmen. In dem Bestreben, noch zu ihren Lebzeiten dasProblem des endgültigen Schicksals der Sammlung zu lösen, wandte sichdie Baronin an den Landeshauptmann von Oberösterreich mit der An-frage, ob das Land mit der Auflage einer geschlossenen Darbietung zurÜbernahme der Sammlung bereit sei. Da gerade die Vorbereitungen zurEinrichtung des Schlosses zu Linz als Museum in vollem Gange liefen,war es naheliegend, die Lösung des Problems Engleithen mit der Auf-

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