Jahrgang 
72 (1969) / N.S. 23
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Schmied bestellt worden, oder hatten sie gar in der Kirche vouLunz als Opfertiere eine Funktion? Es handelt sich um recht ein-fache Arbeiten. Ihre Körper dürften allesamt Rinder vorstellen.Sie sind ganz platt ausgehämmert und ihre Konturen roh aus-geschnitten. Nur zwei Stücke besitzen kurze, wenig verbreiterteSchwänze. Die heute schon meist fehlenden Beine wurden mitAusnahme bei einem einzigen, die ebenfalls ausgeschnitten waren,nun aber abgebrochen sind, von einem einfachen dickeren Draht-stück durchsteckt, zusammengebogen und nicht weiter ausgeformt:nur bei zwei Rindern haben sich die Hinterbeine erhalten. Weitersist überall das Auge mit einem Nagel durchschlagen und das Maulin drei Fällen schlitzartig geweitet; beim größten Stück wurde essogar beidseitig auseinandergezogen ¹³).

L= 124 mm

Abb. 1: Eisenopfer. Museum Lunz am See

Von weiteren eisernen Opfertieren berichtet uns Karl Langaus dem Museum Heiligenkreuz, die von Ausgrabungen stammensollen 14), und aus dem Städtischen Museum Mödling 15), wo nundrei Stück in der Neuaufstellung gezeigt werden. Dazu konntemir der seinerzeitige Leiter des Museums, Herr Hofrat Dr. Adal-bert Pamperl aus Mödling mitteilen, daß diese aus der Marien-wallfahrtskirche Hafnerberg stammen, deren Wallfahrtsmotivhauptsächlich der Abwehr von Viehkrankheiten diente 16), von wosie der Gründer des Mödlinger Museums, Franz Skribany, schonvor dem Ersten Weltkrieg ins Museum brachte. Im Verlauf des

13) H. Steininger, Die Wallfahrtskirche von Lunz am See und dieEisenopfer im Museum.( Österreichische Blätter für Volkskunde, Jg. 1.Folge 3, Wartberg- Wien 1967, S. 14 f.) Vgl. auch Unsere Heimat, N. F.II. Bd., Wien 1929, S. 355.

14) K. Lang, Österreichische Heimatmuseen a. a. O., S. 95.15) Ebd., S. 113.

16) G. Gugitz. Österreichs Gnadenstätten a. a. O., S. 41.

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