Jahrgang 
71 (1968) / N.S. 22
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Abb. 7: Einspannvorrichtung

Rechen, Kraxen, Schlitten, Schaffeln, Körbe, aber auch die Later-nen, die Türen, die einfacheren Möbelstücke u. dgl. m.

Einspannvorrichtungen dienen aber nicht immer nur demFesthalten von Werkstücken. A b b. 8 zeigt eine ganz andere Art.Es ist, der Lokalbezeichnung nach, eine Klumsen zum Gülln".Das Gülln ist eine volksmedizinische Maßnahme gegen denSchweinerotlauf 6). Dazu wird dem Schwein in die Ohrmuschelmittels einer Schusterahle eine Loch gestochen und in dieses einStück der Wurzel der grünen Nießwurz gesteckt. Um das zu kön-nen, muß der Kopf des Schweines festgehalten werden. Daserfolgt gewöhnlich mit Hilfe eines Strickes, mit dem man denSchweinerüssel an einem Balken festbindet. Die hier gezeigte höl-zerne Kluppe ist so geformt, daß die zwei mit Nägel gespicktenTeile der Hülse über den Rüssel gesteckt und mittels der Schraubefest zusammengepreßt werden. Das Gerät ermöglicht ein Festhal-ten des Kopfes.

Art und Verwendungszweck der Erzeugnisse des bäuerlichenHandwerks sind meist ohne Schwierigkeit festzustellen. Bei denVorrichtungen handelt es sich aber oftmals um Einzelstücke, die

6) Vgl. Stephan Aumüller, Das Güllwurzel- Einziehen. Ein volks-tümliches Heilverfahren bei Tieren im Burgenland( Festschrift fürAlphons A. Barb, Wissenschaftliche Arbeiten aus dem Burgenland,Bd. 35, Eisenstadt 1966, S. 291 ff.).

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