Jahrgang 
70 (1967) / N.S. 21
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gefallen ist, die Stelle von der Schatzhebung" 1715 ist S. 36 aus-führlich wiedergegeben, ist das zweimal hervorgehobene angeb-liche Gregor- Zitat" entstanden, offenbar als Fluggedanke voneiner geschichtlichen Kontinuität wie man derartiges für spätereVerifizierung und Bearbeitung notieren mag.

S. 34 ist Lampridius genannt, der über den Sohn des Kaisers Macrimes, es soll Macrinus heißen, folgendes berichtethaben soll. Das folgende Zitat steht in dieser Form nicht beiLampridius, sondern ist eine erweiterte Fassung, an die dieLampridius- Stelle angeschlossen ist. Das Zitat stammt aus GrimmsMyth. S. 728, Anm. 1, wo Grimm auch das eigentliche Lampri-dius- Zitat mitteilt. Bei Grimm kann man sehen, daß die ange-führte Fassung jüngeren Datums ist, als das kürzere Lampridius-Zitat. Bei Grimm kann man jedoch nicht erfahren, daß die Fas-sung: Aus dieser Hülle pflegen Hebammen oder närrische Altedes Kindes Glück vorauszusagen, erst in medizinischen undtheologischen Schriften des 16. Jahrhunderts vorkommt.. Daskann man aus dem Artikel Amniomantie" im Handwörterbuchdes deutschen Aberglaubens ersehen.

Zu der sogenannten Lampridiusstelle gibt es eine Anmer-kung 71. In den Noten findet man Anmerkung 70 und 71 zusam-mengefaßt mit Hinweis auf Paulys Real- Encyclopädie der classi-schen Altertumswissenschaften, Stuttgart 1920 Reihe II, Halb-band II, S. 1759 f. Der Hinweis stimmt nicht. Die Jahreszahl 1920weist auf den Halbband 1, der zweiten Reihe und hier findet manS. 1759 f. einen Artikel Saithamia, der als Anmerkung 70 zumobersten Abschnitt bei Wache auf S. 34 paẞt, aber nichts überLampridius oder die Glückshaube.

S. 34 weiter: ,, Auch der hl. Chrysostomos berichtet im 4. Jahr-hundert, daß die Hebammen die nicht gesprungenen Eihäute zuallerlei magischen Zwecken teuer verkaufen mit Anmerkung 72:Grimm Myth. S. 728, wo nichts über Chrysostomos steht.

Der hl. Chrysostomos hat die Glückshaube nichterwähnt. Wie diese in vielen wissenschaftlichen, volkskundlichenSchriften zu lesende Legende entstanden ist, hat der Basler Alt-philologe Bernhard Wyss auf meine Bitte untersucht: Durch einMißverständnis des Kommentars zur Lampridius- Stelle von IsaacCasaubonus( 1550-1614), gedruckt 1671, s. 780 wurde diese Be-hauptung von John Brand( 1744-1806) in Oberservations onPopular Antiquities" aufgestellt und findet sich in den neuenAusgaben des Werkes von 1900 s. 647 und in einer Bearbeitungdesselben in Lexikonform, Faiths and Folklore" von W. C. Haz-litt, 1905, Bd. 1, s. 99. Das Ergebnis von Wyss' Untersuchung habe

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