heimatkundlicher Sammlung im Lande erfaßt war, was darüber in lan-deskundlichen Sonderuntersuchungen für Niederösterreich, Wien unddas Burgenland, aber auch für die anderen Nachbarländer in Zeitschriftenund Reihenwerken( z. B.„ Kulturnachrichten aus Niederösterreich",„ Unsere Heimat“,„ Mitteilungen des Kremser Stadtarchives",„ Bauern-bund- Kalender für Niederösterreich“,„ Atlas von Niederösterreich",„ Volk und Heimat“[ Eisenstadt),„ Burgenländische Forschungen“,„ Bur-genländische Heimatblätter" usw.), des weiteren in manchen Festschrif-ten, in Zeitschriften für Volks- und für Völkerkunde, für Archäologie,für Volkslied und Volksmusik vorlag, das erscheint hier in kritischerAuswertung von hundert weiteren Spezialforschungen einer anderthalb-jahrhundertelangen Forschungstätigkeit im Lande zu einer großartigangelegten Landeskunde verarbeitet. Ähnliches hat derzeit kein anderesösterreichisches Bundesland als Leistung eines Einzelgelehrten in solcherModernität der Methoden und Souveränität der Überschau aufzuweisen.Ein erster Teil liegt nunmehr vor. Er bewältigt in VIII Gruppen mitjeweils vielen Unterteilungen diesen Stoff: 1. Forschungsgeschichte.II. Das Volk und sein Land. III. Gesellschaft( Zechen, Zünfte, Bruder-schaften, Burschenverbände, Weinhüter, Volkspersönlichkeiten und Ein-zelgänger). IV. Volksrecht. V. Wirtschaft( der Viehzüchter, der Acker-bauern und ihrer Sondergeräte, der Weinbauern, der Waldwirtschaft).VI. Siedlung( Formen, Feld und Flur, Flurnamen). VII. Haus und Hof( mit Möbel, Beheizung, Gartenbau usw.). VIII. Volksnahrung( Speise undTrank und die, die sie herstellen). L. Schmidt hat diesem 1. Bande undseinen Sonderkapiteln eine reichhaltige Bibliographie beigegeben, diesich in Allgemeindarstellungen und in die Specifica zu den Sonderkapi-teln gliedert und die Vorstufe zu einer großen wissenschaftlichenGesamtdarstellung der Volkskunde von Österreich werden kann.
Man darf sich füglich auf den 2. Band des zudem auch sehr gut bebil-derten Werkes voraus freuen. Vor allem auch darüber, daß die regionalbezogene Landesforschung und die Vergleichende Volkskunde in ihrerErfassung europaweiter Kulturlandschaften im Lebenswerk von LeopoldSchmidt mustergültig gleichberechtigt nebeneinander stehen und die Vor-machtstellung österreichischer Volkskundeforschung weiter verfestigen.Leopold Kretzenbacher, München
Franz Eppel und Richard Rösener, Das Waldviertel in Bil-dern. Landschaft und Kunst. 40 Seiten, VIII Farbtafeln, 79 Schwarz-weiẞabbildungen. Salzburg 1966, Verlag St. Peter.
Das Waldviertel kann sich dazu gratulieren, daß der gegenwärtigeLandeskonservator von Niederösterreich gerade mit ihm so eng ver-bunden ist: Nach dem schönen und wichtigen Buch„ Das Waldviertel.Seine Kunstwerke, historischen Lebens- und Siedlungsformen" bescherter ihm jetzt einen Bildband, der sich auch sehen lassen kann. Die ein-heitlich durchgeführten Aufnahmen von Richard Rösener, der sie amSchluß des Buches phototechnisch kurz erläutert( es handelt sich um dieAuswahl aus rund eintausend Schwarzweiß- und 500 Farbbildern) gebendem Buch seinen eigenen Charakter. Sie sind unprätentiös, sehr sach-und landschaftsgetreu, und, was die Schwarzweißbilder betrifft, auch gutreproduziert. Die an sich offenbar auch guten Farbaufnahmen sindwiedergabemäßig nicht ganz befriedigend, aber durchwegs stimmungs-
voll.
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