Jahrgang 
70 (1967) / N.S. 21
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denken der Sattel in der Schneebergischen Bergamtsstube auf-gehänget worden und noch gezeiget wird".

Im Berg- und Hüttenwesen ist die Arbeitsdauer nachSchichten geregelt. Unterschieden werden die Früh- oderTagesschicht, Nachmittags- und Nachtschicht.Der jeweilige Beginn ist, wie das Bgm. Wb. S. 457 ausführt, auf4 Uhr früh, 12 Uhr mittags und 8 Uhr abends angesetzt. JedeSchicht dauert 8 Stunden, ein Drittel, und die 24stündigeArbeit mit dreimaliger Ablösung heißt Dreidrittelarbeit.Entsprechend spricht man von Zweidrittelarbeit, wennnur zwei Schichten angefahren werden, oder Vierdrittel-arbeit, wenn täglich in vier je sechsstündigen Schichtengearbeitet wird. Die 12stündigen Schichten heißen Lange-schichten, auch Kühschichten. Bei der 12stündigenSchicht, die bei den Hüttenarbeitern die Regel ist, machen dieBergleute von 11 bis 12 Uhr eine Pause, die Aufsetz- oderLiegestunde. Man nennt diese Arbeitsunterbrechnung auf-setzen oder Mittag machen. Nach dieser Arbeitsdauerheißen die Bergleute auch Achtstündner oder Zwölf-stündner.

Um eine Arbeit zu beschleunigen, werden statt der normalenSchichten auch Kurzschichten gehalten, die sechs, teilweiseauch nur vier Stunden( nach Berward S. 32 aber acht Stunden)dauern. Doch muß in dieser Zeit ebensoviel herausgeschlagen wer-den wie bei der Achtstundenschicht. Dasselbe bedeutet Buse,Bose; es ist die Arbeit, die in einer kürzern, als ordentlich zueiner Schicht gesetzten Zeit verrichtet wird, und wo nur wenigeStunden gearbeitet, oder unordentlich angefahren und gearbeitetwird"( Bgm. Wb. S. 117). Im Niederösterreichischen ist dafür dasWort Paiẞ( halbe Schicht) üblich. Die Gedingschicht isteine vom Gedingarbeiter verfahrene Schicht, bei der sichder Lohn nach der geleisteten Arbeit richtet( Akkordarbeit).

Neben diesen auf die Arbeitsdauer weisenden Bezeichnungenstehen Bildungen mit Schicht, die das Besondere der zu leisten-den Arbeit hervorheben. So werden bei der Bergschicht dieBerge vom Ort weggeschafft, bei der Erzschicht wird das Erzvon den verschrämten Gängen gewonnen. Die Häuerschichtist die von dem Geschworenen dem loszusprechenden Häuer aufvier Wochen lang auf einem Gebäude, auf welchem er nicht ordent-lich angeleget ist, zur Probe aufgegebene Arbeit auf dem Gestein"( Bgm. Wb. S. 250).

Die Ledigeschicht ist eine nur wenige Stunden dauerndeArbeit nach der ordentlichen Schicht. Eine Nebenarbeit ist auch

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