Jahrgang 
70 (1967) / N.S. 21
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eigentliche Bergarbeit, die Arbeit auf dem Gestein odervor Ort. Bestimmte Arbeitsweisen sind das Arbeiten aufdem Schlägel, d. h. die Bearbeitung des Gesteins mit Schlä-gel und Eisen, das Arbeiten zur Hand, wobei mit dem Fäu-stel von der rechten gegen die linke Hand zu geschlagen wird,und das Arbeiten über dem Arm, wobei das Fäustel mitder rechten Hand über die linke geführt und nach der rechtenHand zu gearbeitet wird.

Nach der Stellung bei der Arbeit hat der Ansitzer seinenNamen. Auch der Ausdruck liegen kommt vor und am Harzund im Mansfelder Gebiet trug diese liegende Arbeitsweise denBergleuten die Bezeichnung Krummhälser ein.

Die Bergleute nennen die Arbeit auch Schweißwerig( Schmeißwerk). Sucht ein Bergmann Arbeit, so sagt er:,, Kann ich Schweißwerig bey euch kriegen/ Item/ ich habe meinSchweißwerig auff dieser Gruben/ puto Schweißwerig/ dici proSchweißgebirg und sey so viel ich schmeiß das Gebirg aus die-ser oder jener Gruben"( Berward S. 33). Schnattelarbeitheißt die Schlägel- und Eisenarbeit.

An Bezeichnungen für einzelne Arbeiten, soweit diese ausden Benennungen für die Bergarbeiter nicht hervorgehen, seiengenannt: Kobern ist das Zerschlagen der großen Steine mitHandhämmern( Steiermark). · Um hartes Gestein zu durchbre-chen, wurde vor der Verwendung des Pulvers Feuergesetzt:Scheitholz wurde in der Grube aufgeschichtet und angezündet.Durch die Hitze wurde das Gestein mürbe und ließ sich leichtabhauen. Zerschirbeln bedeutet, den Zagel mittels desSetzeisens in kleine Stücke abteilen.

Bergmann heißt jeder, der beym Bergwerk arbeitet,eine Bedienung dabei, oder eine gute Käntnis davon hat, odersich auch auf die Erlernung der Bergmannswissenschaften leget,oder aufm Bergwerk arbeitet( Bgm. Wb. S. 76). Unter Berg-leute versteht man die Gesamtheit der beim Bergbau, bei derBergaufsicht usw. Tätigen.

Zu den Bergarbeitern, d. h. den bei einem Bergwerkeangestellten Arbeitern, zählt das Bgm. Wb. S. 62 Steiger, Häuer,Haspelknechte, Laufjungen, Pocher, Wäscher, Kunstarbeiter,Erzscheider usw. Dagegen sind die Bergknappen( Knap-pen, Berggesellen) die in der Grube arbeitenden Berg-leute. In früherer Zeit hatte das Wort eine andere Bedeutung.Noch das Bgm. Wb. S. 72 erklärt Bergknappe als einen jungenBergmann, der kein Grubenjunge mehr, jedoch noch kein völ-liger Häuer ist.

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