Jahrgang 
69 (1966) / N.S. 20
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lich die Musealbestrebungen in Mondsee, die zur Unterbringung derBestände des Mondseer Heimatmuseums im Raum der gotischen Klo-sterbibliothek und zur Aufstellung des Mondseer Rauchhauses" ge-führt haben. Friedrich Morton berichtet über Das Museum in Hall-statt", dessen Hauptbedeutung freilich auf prähistorischem Gebiet liegt;man merkts deutlich, wenn unter der Abbildung von zwei schmiede-eisernen Votivtieren aus dem 18. Jahrhundert bemerkenswerterweiseVorgeschichtliche Opfertiere" steht. Max Bauböck schreibt sehrschön über das Innviertler Volkskundehaus und Innviertler Galerie inRied im Innkreis", weist auch ein Bild des schlichten großen SammlersPfarrer Veichtlbauer vor und gibt Beispiele aus dessen Anhängersamm-lung, aber auch aus der interessanten Innviertler Porträtgalerie. EinenÜberblick über sein eigenes museales Lebenswerk gibt Franz Dichtlin seinem Bericht über Die Überlieferung des alten Handwerks inHeimathäusern"; seine Leistungen für Freistadt sind doch ganz außer-ordentlich.

Diesen meist auch gut bebilderten Aufsätzen schließt sich einesehr wertvolle Übersicht Oberösterreichische Sammler Ein Streif-zug durch die privaten Sammlungen des Landes von Franz Lipp an.Der Überblick ist nicht bebildert und verschweigt auch manchmal dieNamen der glücklichen Besitzer. Aber er meint, daß es gegenwärtigvielleicht an die tausend eintausend Sammler von qualitätvollenDingen in Oberösterreich gäbe, und berichtet über an die hundert da-von, mit Hinweisen auf die speziellen Sammelgebiete, so daft derknappe Überblick doch wichtig erscheint. Es ergeben sich dabei wohlmanche naheliegende Fragen, etwa die des zeitgeschichtlich bedingtenZustromes nach 1945, oder die der Zugänglichkeit und Nutzbarmachungso mancher offensichtlich umfangreichen Kollektionen von Keramik,Möbeln usw. Vielleicht kann Franz Lipp, der infolge seiner Museal-und Ausstellungstätigkeit mit vielen Sammlern in gutem Einvernehmenlebt, über deren Schätze, zumindest jene volkskünstlerischer Art, nocheinmal ausführlicher berichten. Es steht ja tatsächlich so, wie ergelegentlich( S. 64) einmal sagt, nämlich daß die Sammlungen oftwahre Rückzugsgebiete und Reservationen des Volkstums sind"( wirhätten nur statt Volkstum" vielleicht lieber Volkskunst o. ä. gelesen).Irgendeine Form der Ergänzung unserer offiziellen( und etwas dürrgeratenen) Musealverzeichnisse in Richtung auf die Privatsammlungenhin wäre jedenfalls begrüßenswert.Leopold Schmidt

Fritz Winkler, Sagen aus dem Mühlviertel. Waldmarksagen. 128Seiten. Illustrationen von Gerhard Hirnschrodt. Linz 1964. Oberöster-reichischer Landesverlag.

Anton Mitmannsgruber, Sagen aus Liebenau( O.-O.)( Sonder-druck aus den Oberösterreichischen Heimatblättern, Bd. 18, Linz 1964,24 Seiten. Illustrationen von Norbert Karner) Linz 1964.

Oberösterreich ist, was die Sagensammlung betrifft, stets recht gutdran gewesen. Schon die älteren Sagensammlungen, beispielsweise vonSie( 1896 ff.) oder von Gloning( 1912) haben ihre Verdienste. Dasvon dem hoch verdienten Adalbert Depiny 1932 herausgebrachte Oberösterreichische Sagenbuch" vollends gehört zu jenen landschaft-lichen Sammlungen, die für Jahrzehnte genügen und tatsächlich so gutwie alle bisher gesammelten Aufzeichnungen nutzbar machen, er-schließen.

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